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ChemGeo Newsletter - Ausgabe April 2017

Inhalt

Termine und Veranstaltungen


Neues aus der Fakultät


Hinter den Kulissen


FAQ: Sie fragen, wir antworten!


Zum Schluss... - Interessantes und Kurioses aus Jena


Impressum



Termine und Veranstaltungen

"Sherlock Holmes und die Chemie": Ein chemisch-kriminalistischer Nachmittag am 19. Mai

Sherlock Holmes (rechts) und Dr. Watson. Illustration von Sidney Paget

Eines der berühmtesten Dekektiv-Duos: Sherlock Holmes und Dr. Watson. Am 19. Mai gibt es an der Uni Jena einen Chemie-Nachmittag rund um das Thema "Sherlock Holmes und die Chemie".


Tweed-Mütze, Pfeife rauchend und wohnhaft in Baker Street 221b: Klar, die Rede ist von Sherlock Holmes - dem berühmten Londoner Detektiv, der mithilfe von chemischen Untersuchungen Verbrechen aufklärt. Und um Sherlock Holmes Vorliebe für die Chemie dreht sich alles am 19. Mai 2017 an der Universität Jena. Das JungChemikerForum Jena - das ist ein Zusammenschluss Jenaer Studierender und Nachwuchswissenschaftler der Chemie - lädt alle Interessierten zu einem spannenden Chemie-Nachmittag ein. Unterstützt wird das JungChemikerForum von der Gesellschaft Deutscher Chemiker.

Vortrag "Sherlock Holmes und die Chemie"

Der Höhepunkt des Nachmittags beginnt um 18:30 Uhr: Dr. Tobias Gruber wird einen Vortrag halten zum Thema "Sherlock Holmes und die Chemie". Tobias Gruber ist Senior Lecturer an der School of Pharmacy der University of Lincoln und Mitglied der Sherlock Holmes Society of London.

Zwei Krimirätsel speziell für Schüler und Nicht-Chemiker

Bereits ab 16 Uhr gibt es speziell Schüler und Nicht-Chemiker zwei Krimi-Rätsel: In einem "Escape Room" müssen die Besucher das Rätsel um Döbereiners geheimes Labortagebuch lösen. Knacken lässt sich das Rätsel mithilfe von chemischen Experimenten sowie mit Logik und Kombination - eben ganz nach Sherlock-Holmes-Art. Der Rätselraum steht von 16-18 Uhr für Hobby-Deketive bereit, pro Durchgang benötigt man etwa eine halbe Stunde. Vor Beginn gibt es eine Sicherheitseinweisung. Bei größeren Gruppen wird um eine Voranmeldung gebeten, aber auch spontane Teilnehmer sind willkommen. Ebenfalls 16 Uhr beginnt das "Mörderspiel", welches circa zwei Stunden dauert. Um diesen Kriminalfall zu lösen, müssen die Teilnehmer in kleinen Gruppen Zeugen befragen und verschiedene Beweismaterialien genau unter die Lupe nehmen.

Fotoaktion mit Kostümen und Bratwurst als Stärkung

Natürlich macht so viel detektivische Arbeit hungrig: Deshalb wird ab 17:15 Uhr vor Ort gegrillt, so dass jeder gestärkt in den Vortrag gehen kann. Kurzentschlossene und Foto-Liebhaber haben parallel zum Grillen die Möglichkeit, sich als Sherlock Holmes und Dr. Watson mit passender Kostümierung fotografieren zu lassen.

Sie haben Lust, beim chemisch-kriminalistischen Nachmittag mitzumachen? Dann schreiben Sie am besten eine kurze E-Mail an Maximilian Pohle (). Er ist Sprecher des JungChemikerForums und versorgt alle Interessierten mit aktuellen Infos und einem Lageplan, in dem die einzelnen Veranstaltungsorte gekennzeichnet sind.

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Lange Nacht der Museen in Jena am 28. April: Auch die Mineralogische Sammlung ist dabei 

Logo "Lange Nacht der Museen"

Am 28. April ist in Jena wieder "Lange Nacht der Museen" - und auch die Mineralogische Sammlung ist dann bis Mitternacht geöffnet!

Am 28. April öffnen Jenas Museen und Sammlungen wieder bis tief in die Nacht ihre Türen: Zur "Langen Nacht der Museen" bieten rund 20 Einrichtungen ab 17 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit Führungen, Vorträgen, Musik und Tanz. Und auch die Mineralogische Sammlung der Universität Jena ist dabei! Im mit Lampions geschmückten Garten wird es Getränke und Snacks geben - und im Inneren wird sich natürlich alles rund ums Thema Minerale drehen:

  • 17-24 Uhr Möglichkeit zur Besichtigung der neuen Sonderausstellung "Mein Name ist..."
  • 19 Uhr (ca. 20 Minuten) »Meine Name ist ...« - Einführungsvortrag zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung
  • 17-24 Uhr Bestimmen mitgebrachter Minerale nach äußeren Kennzeichen
  • 17-22 Uhr Basteln mit Mineralien - Kinder erschaffen sich eigene Kunstwerke
  • 17-24 Uhr Mineralien ergraben (für Kinder bis etwa 14 Jahren)
  • 17-24 Uhr Dauerausstellung UV-Kabinett

Der Eintritt kostet im Vorverkauf 8 Euro, für Emäßigungsberechtigte (z. B. Schüler ab 16 Jahre) 5 Euro. An der Abendkasse kosten die Tickets dann 10 bzw. 8 Euro. Schüler bis einschließlich 16 Jahre haben freien Eintritt! Außerdem gelten die Tickets an dem Abend gleichzeitig als Fahrausweis für Bus und Bahn innerhalb Jenas.

Das vollständige Programm der "Langen Nacht der Museen 2017" in Jena gibt als PDF-Broschüre unter: www.jenakultur.de/fm/2316/LNdM2017_Programmbroschüre.pdf

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Hochschulinformationstag: Am 13. Mai die Uni Jena kennenlernen - Infos zum Programm in Chemie, Geographie und Geowissenschaften 

Zwei Studierende unterhalten sich mit zwei Besuchern am Stand des Instituts für Geowissenschaften während des Hochschulinformationstages der Universität Jena 2016. Foto: Christoph Worsch

Mit Studierenden und Dozenten ins Gespräch kommen - das geht zum Hochschulinfotag der Uni Jena am 13. Mai.

Foto: Christoph Worsch/ Studienplatzmarketing der FSU Jena

Noch ein Monat bis zum Hochschulinformationstag 2017! Am 13. Mai 2017 gibt es von 9:30-14 Uhr gibt es am Campus Ernst-Abbe-Platz mehr als 40 Infostände, verschiedene Vorträge und viele weitere Aktionen. Auch Studierende und Dozenten aus den Studienfächern Chemie, Geographie, Geowissenschaften und Biogeowissenschaften werden vor Ort sein und Ihre Fragen beantworten. Die Bereiche Chemie und Geowissenschaften haben zudem ein fachspezifisches Programm für Sie vorbereitet:

Programm Chemie

Ort: Institut für Anorganische und Analytische Chemie (IAAC), Humboldtstr. 8 und Zentrum für Angewandte Forschung (ZAF), Philosophenweg 7
  • 11 Uhr: Vortrag zum Chemie-Studium in Jena, IAAC Hörsaal im EG
  • 11:30 Uhr: Laborführung, Treffpunkt im Foyer IAAC
  • 13:30 Uhr: Vortrag zum Chemie-Studium in Jena, IAAC Hörsaal im EG
  • 14 Uhr: Laborführung, Treffpunkt Eingang ZAF
  • 14:30 Uhr: Lockeres Kennenlernen mit Studierenden und Dozenten bei Bratwurst und Stickstoffeis, Foyer und Innenhof IAAC
Eine Posterausstellung im Foyer des IAAC informiert über die Arbeits- und Forschungsgebiete der chemischen Institute. Studierende führen zudem chemische Experimente vor.

Programm Geowissenschaften

Ort: Seminarraum 221 im Hörsaalgebäude am Campus Ernst-Abbe-Platz, Adresse: Carl-Zeiß-Straße 3
  • 12:15-12:45 Uhr: Vortrag "Biogeowissenschaften - Was ist das?"
  • 13-13:30 Uhr: Berufswege von Geowissenschaftlern
  • 13:45-14:15 Uhr: Geländearbeit, Labor und Computer: die Vielfalt geowissenschaftlicher Arbeiten
  • 14:30 Uhr-15 Uhr: Vortrag zum Studium der Geowissenschaften in Jena

Das vollständige Programm zum Hochschulinfotag und eine Übersicht der Informationsstände finden Sie auf der Webseite www.uni-jena.de/infotag

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Deutschlandstipendium: Auch Abiturienten können sich noch für die Runde 2017/18 bewerben 

BMBF_Logo_Deutschlandstipendium_Hochschule

Auch Abiturienten und zukünftige Erstsemester können sich noch bis zum 15. Mai für ein Deutschlandstipendium an der Universität Jena bewerben!

Sie wollen noch in diesem Jahr ein Studium an der Universität Jena beginnen, wissen aber noch nicht genau, wie Sie das Ganze finanzieren sollen? Dann ist das Deutschlandstipendium möglicherweise eine interessante Option für Sie: Für die Runde 2017/18 können Sie sich vom 15. April bis zum 15. Mai online bewerben. Die Universität Jena schreibt jedes Jahr im Frühjahr Deutschlandstipendien aus, wobei die Förderung zum jeweils folgenden Wintersemester beginnt. Für die Runde 2017/18 können sich alle bewerben, die im Wintersemester 2017/18 an der Uni Jena als Student eingeschrieben sind oder sein werden - also auch Abiturienten, die ihr Studium erst in diesem Herbst beginnen.

Die Stipendiaten erhalten für zunächst ein Jahr 300 Euro pro Monat und das Geld muss nicht - wie etwa beim BAföG - zurückgezahlt werden. Das Besondere dabei: Die Stipendien werden je zur Hälfte von der Bundesregierung und einem privaten Förderer (z. B. ein Unternehmen, eine Privatperson oder ein Verein) finanziert. Einblicke in die Berufswelt und interessante Kontakte aus der Praxis sind also inklusive! Kriterien bei der Vergabe der Deutschlandstipendien sind die Studienleistungen bzw. die Schul- und Abiturnoten und gesellschaftliches Engagement. Aber auch die familiäre Situation der Bewerber wird berücksichtigt.

Mehr Informationen und das Bewerbungsformular gibt es auf der Webseite www.deutschlandstipendium.uni-jena.de

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Neues aus der Fakultät

Uni & Schule:

90 Schüler kamen zur Thüringer Chemie-Olympiade an der Uni Jena

Drei Schüler schauen auf chemische Arbeitsgeräte in einem Labor der Universität Jena während der Thüringher Chemie-Olympiade 2017 (Foto: Christoph Worsch)

Die Teilnehmer der Thüringer Chemie-Olympiade 2017 an der Uni Jena erlebten einen Tag mit einem spannenden Wettkampf und interessanten Einblicken ins Uni-Leben.

Foto: Christoph Worsch/ Studienplatzmarketing FSU Jena
    
Am 22. März wehte ein Hauch von Olympia durch das Institut für Anorganische und Analytische Chemie: Denn an diesem Tag waren 90 Schüler aus ganz Thüringen zu Gast und haben an der Landesolympiade des Schülerwettbewerbs "Chemie - die stimmt" teilgenommen. Die 8.-10. Klässler erlebten dabei nicht nur einen spannenden Wettkampf, sondern konnten zudem ein wenig Uni-Luft schnuppern.

Zunächst mussten die Olympioniken viele knifflige Aufgaben in einer mehrstündigen Klausur lösen. Anschließend ging es als Stärkung in die Mensa. Dass Chemie nicht nur knallt, raucht und stinkt, sondern auch schmeckt, das konnten die Schüler am Nachmittag erleben: Studierende und Doktoranden verteilten leckeres Stickstoff-Eis und haben die Schüler durch verschiedene Labore geführt. Und danach demonstrierten Prof. Dr. Matthias Westerhausen und Dr. Rainald Fischer in einer Experimentalvorlesung, was alles in den beiden Elementen Luft und Wasser steckt. Abschluss und Höhepunkt war schließlich die Siegerehrung. Ganz schön knapp waren die Ergebnisse, zum Teil musste sogar die Schätzaufgabe über die Platzierungen entscheiden!

Wir gratulieren den drei Erstplatzierten Fynn Kessels (Carl-Zeiss-Gymnasium Jena, Klassenstufe 8), Richard Eckardt (Goethegymnasium Ilmenau, Klassenstufe 9) und Dennis Lafeld (KGS Adolf Reichwein Jena, Klassenstufe 10) - und natürlich auch allen anderen Preisträgern!
Die jeweils sechs besten Schüler aus den Klassenstufen 9 und 10 dürfen zudem an der mehrtägigen mitteldeutschen Regionalrunde teilnehmen, die Ende Mai in Merseburg stattfindet. Dafür drücken wir natürlich ganz fest die Daumen!


Schüler in der Werkstatt der Glasbläser während der Thüringer Chemie-Olympiade 2017 an der Universität Jena (Foto: Christoph Worsch)
Zu Besuch bei den
Glasbläsern.
Foto: Christoph Worsch
Dr. Fischer und Prof. Westerhausen bei der Experimentalvorlesung zur Thüringer Chemie-Olympiade (Foto: Christoph Worsch)
Prof. Westerhausen (r.) und
Dr. Fischer bei der
Experimentalvorlesung.
Foto: Christoph Worsch
Einige der Preisträger Thüringer Chemie-Olympiade 2017 (Foto: Christoph Worsch)
Einige der Preisträger.
Foto: Christoph Worsch

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Studium:

Neues aus den Studiengängen Geowissenschaften und Biogeowissenschaften

Titelbild des Kooperationsprojektes "Studieren im Verbund" von Universität Jena und Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Ein wissenschaftliches Studium kombiniert mit berufspraktischen Inhalten: In den Fächern Geowissenschaften und Biogeowissenschaften an der Universität Jena ist es dank einer Kooperation mit der Ernst-Abbe-Hochschule Jena möglich.

Collage: Projekt "Studieren im Verbund Jena", Förderkennzeichen 01PL17074A/B, unter Verwendung eines Fotos von Shutterstock
    

Film zur Südafrika-Exkursion 2016

In einer der vergangenen Newsletter-Ausgaben hatten wir bereits über die "Große Exkursion" nach Südafrika der Studenten der Geowissenschaften berichtet. Nun gibt es auch einen Film, den einige der Studierenden erstellt haben: ein Film mit Eindrücken vom Exkursionsalltag, mit interessanten Informationen zur Geologie und Geschichte Südafrikas - und mit absoluter Fernweh-Garantie! Hier ist er zu sehen: https://youtu.be/_Yha4z5lzF8

Online-Vortrag zum Bachelorstudium Biogeowissenschaften

Sie interessieren sich für das Studium der Biogeowissenschaften, haben aber keine Lust, verschiedene Webseiten und Infobroschüren durchzulesen? Im neuen Online-Vortrag erfahren Sie kompakt alles Wichtige zum Bachelorstudiengang. Studienfachberater Dr. Dirk Merten erklärt den Aufbau des Studiums und zeigt, welche beruflichen Möglichkeiten es nach dem Abschluss gibt. Hier geht's zum Video: https://youtu.be/9Yqs_jZupTw

Studieren an Uni und Fachhochschule gleichzeitig: In den Fächern Geowissenschaften und Biogeowissenschaften ist es möglich

Uni oder Fachhochschule - welcher Hochschultyp ist der richtige für mich? Das ist eine wichtige, aber auch nicht ganz so einfach zu beantwortende Frage. Schließlich haben beide ihre Vorzüge: Fachhochschulen gelten als praxisorientierter und Universitäten bieten eine eher wissenschaftliche Ausbildung. In den Fächern Geowissenschaften und Biogeowissenschaften an der Universität Jena können Sie nun jedoch von beiden Hochschultypen profitieren: Denn seit dem Studienjahr 2016/17 können Bachelor-Studierende dieser Fächer auch Lehrveranstaltungen an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena (EAH) belegen.

Zur Wahl stehen berufspraktische Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Umwelttechnik und Betriebswirtschaft. So können die Uni-Studenten zum Beispiel die Vorlesungen und Seminare "Marketing", "Umweltmanagement", "Energietechnik und Wirtschaft", "Produktion und Investition" und "Verfahrenstechnik" besuchen, dort die jeweilige Prüfung ablegen und sich die Leistungspunkte auf das Studium anrechnen lassen. Eine ideale Ergänzung also für das Studium an der Universität: Denn als Studierender können Sie somit nicht nur einfach einmal über den Tellerrand Ihres Faches hinaussschauen, sondern Sie haben auch eine größere Auswahl an Wahlpflichtveranstaltungen und Spezialisierungsmöglichkeiten.

Mehr Informationen:
http://studieren-im-verbund-jena.de/umwelt


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Forschung:

Der Geologe Mauro Alivernini wird auf seiner Expedition nach Westafrika vom GEO-Magazin begleitet

Porträtfoto des Jenaer Geologen Mauro Alivernini (Foto: M. Alivernini).

Mauro Alivernini geht bald mit der Redaktion des GEO-Magazins auf Expedition nach Westafrika.

Verschmutzter Strand an der Küste Westafrikas (Foto: M. Alivernini). Foraminiferen (Foto: Peter Frenzel)

links: Die Küsten Westafrikas sind durch Umweltverschmutzung stark gefährdet.
rechts: Foraminiferen - das sind winzige, einzellige Meerestiere - reagieren sensibel auf Umweltveränderungen, wie zum Beispiel auf Änderungen der Wassertemperatur.
(Klick auf Bilder zum Vergrößern)

Fotos: Mauro Alivernini [2], Dr. Peter Frenzel [u.r.]
      
Für alle, die Reportagen über Wissenschaft und Forschungsreisen mögen, ist das Magazin GEO immer eine gute Wahl. Und bald lohnt es sich noch mehr, das Heft zu lesen: Denn der Jenaer Geologe Mauro Alivernini hat das GEO-Expeditionsstipendium 2016 gewonnen - und ein GEO-Team wird ihn auf seiner nächsten Expedition in bisher unerforschte Regionen an der Küste Westafrikas begleiten.

Mauro ist Doktorand am Institut für Geowissenschaften. Während der Expedition will der 31-jährige die Kalkschalen kleiner Muschelkrebse und Einzeller untersuchen. Denn anhand der Artenzusammensetzung und Schalendeformationen der kleinen Meeresbewohner kann der Wissenschaftler schon kleine, vom Menschen verursachte Umweltveränderungen erkennen. Der Grund: Die Mini-Tiere haben sehr schnelle Generationswechsel und reagieren sensibel etwa auf Änderungen von Temperatur und chemischer Zusammensetzung des Meerwassers. Mit seiner Forschung will Mauro der lokalen Bevölkerung in Westafrika helfen, nachhaltige Küstenmanagementpläne zu erstellen - und so die sensiblen Ökosysteme an der Küste schützen.

Im Herbst 2017 geht's los und GEO unterstützt die Forschungsreise mit 10.000 Euro. Nach der Expedition wird im Magazin eine Reportage über Mauro und seine Untersuchungen in Westafrika erscheinen. Also: Ende des Jahres unbedingt im Zeitschriftenladen vorbeischauen!

Mehr Infos: www.geo.de/magazine/geo-magazin/15819-rtkl-schalen-des-wandels-geo-stipendium-2016-geht-geologen-aus-jena


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Hinter den Kulissen

Schule auf kenianisch: Lehramtsstudentin Marina ging für ihr Praxissemester nach Nairobi

An der Uni Jena verbringen Lehramtsstudierende im dritten Studienjahr ein ganzes Semester an einer Gastschule, um dort ganz hautnah zu erleben, was es heißt, Lehrer zu sein. Corinna Marina Keil studiert Chemie und Mathematik auf Lehramt und hat ihr Praxissemester in Kenia verbracht. Eine ideale Kombination: Denn so konnte Marina nicht nur viele praktische Erfahrungen im Unterrichten sammeln, sondern auch eine andere Kultur kennenlernen. Was sie alles in Kenia erlebt hat, erzählt sie im Interview:

Lehramtsstudentin Corinna Marina Keil vor der Skyline Nairobis. Foto: privat

Lehramtsstudentin Corinna Marina Keil hat ein halbes Jahr in Kenia gelebt und an der Deutschen Schule in Nairobi unterrichtet - nicht nur für ihr weiteres Studium eine wertvolle Erfahrung.

Foto: privat

Wo genau hast du dein Praxissemester absolviert?
Ich war von August 2016 bis Februar 2017 in Kenia und habe dort mein Praxissemester an der Deutschen Schule Nairobi absolviert. Nairobi ist die pulsierende, lebendige Hauptstadt Kenias, an deren Stadtrand die Deutsche Schule in einem international geprägten Viertel liegt. Die Deutsche Schule Nairobi ist eine deutsche Auslandsschule, an der man neben dem Abitur auch den Real- oder Hauptschulabschluss erwerben kann. Derzeit wird sie von ca. 200 Schülern in den Klassen 1-12 besucht, außerdem gibt es auf dem Gelände noch einen deutschen Kindergarten. In meiner Praktikumszeit habe ich im schuleigenen Internat gewohnt, in dem aber während meines Aufenthalts keine Schüler untergebracht waren, sondern nur die Praktikanten der Schule. Praktischerweise liegt das Internat auch auf dem Schulgelände, sodass ich einen sehr kurzen Arbeitsweg hatte und mich nicht durch den allmorgendlichen Verkehr kämpfen musste.

Was genau hast du an deiner Gastschule gemacht?
In der Schule habe ich vor allem das gleiche Programm absolviert wie die Praxissemesterstudierenden in Thüringen: das bedeutet, ich habe in den ersten Wochen vor allem Unterricht hospitiert, nach circa zwei Wochen Praktikumszeit dann auch angefangen, erste eigene Unterrichtsstunden zu planen und zu halten. Anfangs war vor allem die Zeitplanung in den Stunden eine Herausforderung, das ist mir aber später wesentlich leichter gefallen. Zum Praxissemester gehört es auch, dass man seine Erfahrungen reflektiert und Berichte für Begleitveranstaltungen schreibt - das habe ich natürlich auch in Kenia machen müssen. Zusätzlich zu meinem regulären Plan war es an der Schule die Aufgabe der Praktikanten, täglich während der einstündigen Mittagspause die Schüler in der Cafeteria und im Gelände zu beaufsichtigen. In den letzten Wochen meines Aufenthalts habe ich noch eine AG für die Grundschule geleitet.

Wie unterscheidet sich die Schule und der (Chemie-)Unterricht in Deutschland von der Schule und dem Unterricht in Kenia?
Die Deutsche Schule Nairobi unterscheidet sich gar nicht wesentlich von Schulen hier in Deutschland. Die dortigen Lehrpläne entsprechen im Großen und Ganzen den deutschen Lehrplänen, die Lehrerinnen und Lehrer sind in der Regel in Deutschland ausgebildet oder sprechen fließend Deutsch, der Unterricht findet, mit wenigen Ausnahmen wie Geographie und Geschichte, auf Deutsch statt. Lehrbücher, Arbeitshefte und die Ausstattung der Klassenräume lassen kaum Unterschiede erkennen. Natürlich gibt es auch welche, die sich vor allem in der Zusammensetzung der Schülerschaft widerspiegelt: längst nicht alle Schülerinnen und Schüler sprechen Deutsch als Muttersprache und lernen die Sprache erst noch, deshalb kann es vor allem in den unteren Klassenstufen herausfordernd sein, den Unterricht so zu gestalten, dass alle Schüler sprachlich folgen können. Auch der Chemieunterricht findet genau wie in Deutschland statt, Geräte und Chemikalien sind in ausreichender Zahl und Menge vorhanden, sodass abwechslungsreicher Unterricht durchgeführt werden kann. Ein großer Unterschied sind auch die Sicherheitsbestimmungen in der Schule, diese ist von einer Mauer und Stacheldraht umgeben, die Eingänge werden 24/7 vom Sicherheitsdienst bewacht und das Schulgelände darf nicht jeder betreten. Das beeinflusst den Schulalltag zwar nicht wirklich, ist aber dennoch immer präsent.

Wie hast du die ersten Tage an der neuen Schule und dazu in einem neuen Land erlebt?
Die Ankunft in Kenia lief leider nicht so reibungslos wie geplant.. wegen eines verspäteten Fluges habe ich meinen Anschluss verpasst und bin erst zwölf Stunden später gelandet. Dennoch hat mit der Abholung, die vom Team des Internats organisiert wurde, alles funktioniert. Bereits auf der Fahrt vom Flughafen zur Schule konnte ich zahlreiche Eindrücke aufnehmen: der hektische Verkehr, überfüllte Kleinbusse, Verkaufsstände mit Obst an jeder Straßenecke. In meiner Unterkunft habe ich mich sofort wohlgefühlt: ich wurde von der Internatsleitung sehr herzlich begrüßt und bekam anschließend gleich meinen Ansprechpartner an der Schule vorgestellt. An der Schule selbst standen mir aber alle Lehrerinnen und Lehrer von Anfang an mit Rat und Tat zur Seite und haben jede Frage ausführlich beantwortet und mich mit Tipps und Hinweisen versorgt. Ein paar Mal konnten wir Praktikanten dann auch mit Lehrern privat mit auf Safari fahren. Da in der ersten Schulwoche noch nicht so viel Arbeit auf dem Plan stand, habe ich gemeinsam mit den anderen Praktikanten die Zeit genutzt, um Nairobi als Stadt kennenzulernen: neben den "üblichen Touristenattraktionen" haben wir auch lokale Märkte besucht, Matatu (das ist DAS öffentliche Verkehrsmittel in Kenia: Kleinbusse, von denen hunderte durch die Stadt fahren) fahren ausprobiert und unsere direkte Nachbarschaft erkundet.

Sicherlich hast du auch außerhalb der Schule viele Eindrücke von Kenia gesammelt. Gab es ein Erlebnis, das dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Kenia ist ein Land voller Gegensätze, diese zu entdecken, war besonders spannend und hat mich oft nachdenklich gemacht. Man findet dort Regenwald, Reisfelder und sehr fruchtbares Land, allerdings auch wüstenähnliche, sehr trockene Gebiete, die auch aktuell von einer Hungersnot bedroht sind. Neben reichen Wohngegenden mit riesigen Gartenanlagen in Nairobi findet man den größten Slum Afrikas. Besonders gern erinnere ich mich an den Nairobi-Marathon, bei dem auch einige Schüler, Lehrer und wir Praktikanten mitgelaufen sind. Alle gemeinsam sind wir an einem Sonntagmorgen um 6 Uhr morgens mit einem der Schulbusse ins Stadtzentrum zum Start losgefahren - freiwillig! Neben der Marathon- und Halbmarathonstrecke konnte man auch 10km oder 6km laufen. Den Marathon ist keiner von uns gelaufen, aber einige Schüler und Lehrer haben den Halbmarathon absolviert. Insgesamt sind über 30.000 Menschen mitgelaufen und es herrschte eine tolle Straßenfestatmosphäre. Besonders interessant war es, die Starts der jeweiligen Läufe zu beobachten, es ist wirklich beeindruckend, in welchem Tempo die Spitzenläufer starten.

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FAQ: Sie fragen, wir antworten!

Die Fächer Chemie und Geographie können Sie an der Universität Jena auch als Lehramtsfach studieren. Das Lehramtsstudium in Jena hat dabei einige Besonderheiten: So studieren Sie nach dem "Jenaer Modell der Lehrerbildung". Aber was bedeutet das eigentlich?

Schiefertafel mit dem Schriftzug "Lehramt studieren an der Universität Jena"

Bei Fragen zum Lehramtsstudium Chemie und Geographie können Sie sich an die Studienfachberater wenden:

Prof. Dr. Volker Woest (Chemie):

Felix Reinhardt (Geographie):
  Wie ist das Lehramtsstudium an der Universität Jena aufgebaut?
In Jena können Sie das Lehramtsstudium für Gymnasium oder für Regelschulen absolvieren. In beiden Fällen absolvieren Sie in zwei von Ihnen gewählten Unterrichtsfächern das Fachstudium einschließlich der Fachdidaktik sowie ein erziehungswissenschaftliches Begleitstudium. Innerhalb des Studiums belegen Sie sogenannte Module. Das sind Lehreinheiten, die aus Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Tutorien etc. bestehen und in der Regel mit einer Prüfung, z.B. mit einer Klausur, abgeschlossen werden müssen. Für das Lehramt an Gymnasium sind zehn Semester Regelstudienzeit vorgesehen, für das Lehramt an Regelschulen sind es neun Semester. In beiden Fällen erwerben Sie als Abschluss zunächst das Erste Staatsexamen. Anschließend absolvieren Sie ein Referendariat an einer Schule, welches mit dem Zweiten Staatsexamen abschließt. Das Besondere am Lehramtsstudium in Jena ist das sogenannte "Jenaer Modell der Lehrerbildung".

Was ist das "Jenaer Modell der Lehrerbildung"?
Das "Jenaer Modell der Lehrerbildung" beschreibt, wie das Lehramtsstudium an der Universität Jena aufgebaut ist. Das Besondere dabei ist, dass es sich durch eine hohe Praxisorientierung auszeichnet. Zwei wichtige Elemente sind das Eingangspraktikum und das Praxissemester: Zum Eingangspraktikum gehören 320 Stunden pädagogische Arbeit, z.B. in einem Kindergarten oder als Betreuer in Ferienfreizeiten. Sie sollten es möglichst vor dem Studium absolvieren, können es aber noch bis zum dritten Semester nachholen. Im fünften oder sechsten Semester folgt schließlich das Praxissemester. Ein halbes Jahr lang lernen Sie dann an einer der Praktikumsschulen in Thüringen oder im Ausland und können so bereits während des Studiums praktische Erfahrungen im Unterrichten sammeln. Mithilfe des Eingangspraktiums und des Praxissemester können Sie sich nicht nur frühzeitig als Lehrer ausprobieren, sondern Sie können so bereits am Anfang des Studiums noch einmal genau überprüfen, ob der Lehrerberuf tatsächlich Ihr Berufswunsch ist.

Mit welchen Fächern kann ich Chemie oder Geographie kombinieren?

An der Universität Jena sind sehr viele Fächerkombinationen möglich. Chemie gehört zur Fächergruppe 1 und kann mit jedem anderen, an der Uni Jena angebotenen Fach kombiniert werden. Geographie gehört hingegen zur Fächergruppe 2. Dieses Fach können Sie zusammen mit einem Fach aus der Fächergruppe 1 studieren. Neben Chemie zählen noch dazu: Biologie, Deutsch, Englisch, Französisch, Informatik, Mathematik, Physik, Russisch, Spanisch und Sport. Bei der Wahl Ihrer Fächerkombination sollten Sie beachten, welche Fächer zukünftig vorraussichtlich besonders gefragt sein werden. Empfehlenswert ist auch, mindestens ein Fach zu wählen, das mit einem hohen Stundenanteil unterrichtet wird. Das Wichtigste aber ist, dass beide Fächer Ihnen Spaß machen und Ihnen liegen. Am besten lassen Sie sich vor dem Beginn Ihres Studiums von einem Studienberater beraten.

Kann ich mit meinem Abschluss an der Uni Jena auch in anderen Bundesländern als Lehrer arbeiten?
Der in Thüringen abgelegte Lehramtsabschluss wird in allen anderen Bundesländern auf Antrag beim jeweiligen Kultusministerium anerkannt. Genauere Auskünfte erhalten Sie beim jeweiligen Kultusministerium.


Mehr Informationen zum Lehramtsstudium erhalten Sie in folgenden Videos:
Das Studium:

Das Praxissemester:

Der Beruf:

 
Die Videos gibt's auch direkt im YouTube-Kanal der Uni Jena: www.youtube.com/UniJena

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Und zum Schluss...

...gibt es diesmal einen Einblick in die Aberglauben und Traditionen von Jenaer Studenten:

Das Johannistor als Prüfungskiller und das Drama um das Schwert des Hanfrieds


Das Hanfried-Denkmal auf dem Markt in Jena mit einem Kranz um das Bronzeschwert und der Stadtkirche im Hintergrund

Das Denkmal des "Hanfrieds" auf dem Jenaer Markt - häufig Schauplatz von Kranz-Werf-Aktionen frischgebackener Doktoren.

Foto: J.-P. Kasper/FSU Jena
                 
Johannistor: Auf keinen Fall durch- und nur vorbeigehen!
Gleich zu Beginn des Studiums wird jedem Erstsemester eindringlich vor dem Johannistor gewarnt: Denn wer durch das Tor hindurchgeht, der wird - so der Aberglaube - durch die nächste Prüfung fallen! Das Johannistor ist das einzige bis heute erhaltenes Stadttor und war früher das bevorzugte Tor, um in die dahinterliegende Wagnergasse zu gelangen - Jenas "Kneipenmeile". Bereits vor Jahrhunderten gab es dort Schenken und Wirtshäuser. Wer abends also die Stadt durch das Johannistor verließ, hatte am nächsten Morgen garantiert einen Kater und war damit denkbar schlecht für eine Prüfung vorbereitet.

Hanfried: Warum sein Schwert so oft mit Kränzen geschmückt ist
Auch um den Hanfried herum gibt es so einige Traditionen und Aberglauben: Auf dem Markt gibt es ein Denkmal des Universitätsgründers Johann Friedrich I. - von den Jenaern und Jenensern "Hanfried" genannt. Unter den frischgebackenen Doktoren gibt es den Brauch, am Tag ihrer Promotionsfeier einen Kranz über das Bronzeschwert des Hanfrieds zu werfen. Das ist gar nicht so leicht und häufig sind viele Anläufe nötig, bis der Kranz dort landet, wo er hin soll. Immerhin befindet sich das Schwert in vier Metern Höhe. Im Sommer 2016 passierte ein folgenschweres Mißgeschick: So kletterte ein Mann offenbar nach einem mißlungenen Wurf auf das Denkmal, um den Kranz richtig um das Schwert zu legen. Doch bei dieser Aktion brach das Schwert ab, der Kletterer stürzte hinunter und der Hanfried blieb schwertlos zurück...! Einen Tag später tauchte das verschollene Schwert - Gottseidank - wieder auf und alle Jenaer waren erleichtert. Derzeit wird das Hanfried-Denkmal saniert und in wenigen Wochen in neuem Glanz erstrahlen - dann auch wieder mit Schwert!


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Impressum

Herausgeber: Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Humboldtstr. 11, 07743 Jena

Redaktion: Claudia Hilbert

E-Mail:

Tel.: 03641 948005

www.chemgeo.uni-jena.de


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