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ChemGeo Newsletter - Ausgabe Dezember 2016

Inhalt

Termine und Veranstaltungen

  • Rent-a-Prof: Ab sofort können Schulen auch Chemie- und Geographie-Professoren "mieten"!

Neues aus der Fakultät

  • Studium: Die Große Exkursion der Geologen führte in diesem Jahr nach Südafrika
  • Forschung: Materialwissenschaftler haben intelligente Fassaden und Fenster entwickelt
  • Die Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät ist jetzt bei Facebook

Hinter den Kulissen

  • Wenn's im Studium mal knallt und stinkt: Laborpraktika im Chemie-Studium

FAQ: Sie fragen, wir antworten!

  • Uni-ABC Teil 2: Was bedeuten eigentlich Begriffe und Abkürzungen wie Dies academicus, Fachschaft und StuRa?

Zum Schluss... - Interessantes und Kurioses aus Jena

  • Der Vorläufer des modernen Feuerzeugs kommt aus Jena

Impressum



Weihnachtsgruß

 

Termine und Veranstaltungen

Rent-a-Prof: Ab sofort können Schulen auch Chemie- und Geographie-Professoren "mieten"

Dr. Sven Krieck bei einer Experimentalvorlesung (Foto: Christoph Worsch)

"Rent-a-Prof": Professoren kommen kostenfrei an Ihre Schule und halten spannende Vorträge zu Themen aus Chemie, Geographie, Geowissenschaften und Biogeowissenschaften.
Im Bild zu sehen ist der Chemiker Dr. Sven Krieck während einer chemischen Experimentalvorlesung.
Foto: Christoph Worsch             

Wissenschaft zum Anfassen: Professoren und Mitarbeiter der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät kommen in Ihre Schule, halten schülergerechte Vorträge zu naturwissenschaftlichen Themen und Sie und Ihre Mitschüler bekommen hautnah einen Einblick in die Welt der Wissenschaft. Bisher gab es das Programm "Rent-a-Prof" nur für Themen aus den Geowissenschaften und Biogeowissenschaften. Doch ab sofort können Sie und Ihre Schulklasse auch Professoren der Fachgebiete Chemie und Geographie "mieten"!

Zur Auswahl stehen zum Beispiel folgende Themen:

  • Chemie
    • Forschung zwischen Chemie und Biologie: Die chemische Sprache der Insekten
    • Von sich selbst reparierenden Oberflächen zu neuartigen Medikamenten ─ was Polymere alles können
  • Geographie
    • Google Earth und Geographie ─ Die Erde beobachten aus Jena
    • Diamanten ─ Von der Mine bis zum Schmuckstück. Ein wirtschaftsgeographischer Blick auf eine globale Wertschöpfungskette
  • Geowissenschaften und Biogeowissenschaften
    • Vulkane - Fenster zum Inneren der Erde
    • Der Boden: Die "dünne Haut" der Erde 

Sie und Ihre Schulklasse haben Lust, einen unserer Professoren einmal kennenzulernen und sich von ihm oder ihr eines dieser Themen erklären zu lassen? Dann sprechen Sie doch einmal mit Ihrem Chemie-, Geographie- oder Biologie-Lehrer und melden sich bei uns. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Mitschüler!

Mehr Infos gibt es unter: www.chemgeo.uni-jena.de/rentaprof


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Neues aus der Fakultät

Studium:
Diamanten, Meteoriteneinschläge und das tägliche Steak zum Abendessen: Die Große Exkursion der Geologen führte in diesem Jahr nach Südafrika

Südafrika-Exkursion 1 (Foto: Christoph Heubeck)

Foto 1
    
Südafrika-Exkursion 2 (Foto: Christoph Heubeck)   Südafrika-Exkursion 3 (Foto: Christoph Heubeck)

Foto 2 und Foto 3

Südafrika-Exkursion 4 (Foto: Christoph Heubeck)   Südafrika-Exkursion 5 (Foto: Christoph Heubeck)

Foto 4 und Foto 5

(Klick auf die Fotos zum Vergrößern!)

Fotos: Christoph Heubeck
    
Was haben die Giftschlange Puffotter, Diamanten, Pinguine, Asbestminen, ein Stachdrahtzaun, ein Tischtuch aus Nebel und ein tägliches Steak zum Abendessen gemeinsam? Sie kommen alle in Südafrika vor - und all diese Dinge haben auch die Teilnehmer der diesjährigen "Großen Exkursion" der Geowissenschaften im September angetroffen.

Exkursionen und Geländetage sind in den Fächern Geographie und Geowissenschaften fest im Studienplan verankert. Denn sie gehören nicht nur zu den schönsten Erinnerungen, sondern die Natur ist einfach die beste Lehrmeisterin. Insbesondere die Jenaer Studenten der Geowissenschaften sind vom ersten Semester an regelmäßig in Thüringen und Deutschland unterwegs. Ein besonderes Erlebnis ist die jährliche "Große Exkursion", die in entferntere Gegenden Europas und auf andere Kontinente führt - in diesem Jahr ins Land am Kap der guten Hoffnung.

Organisiert und geleitet von Prof. Christoph Heubeck (Professor für Allgemeine und Historische Geologie), sah die Gruppe von zwanzig Master-Studierenden eine Auswahl der vielen Highlights des südlichen Afrikas. Während der 16-tägigen Exkursion beschäftigten sich die angehendne Geologen mit verschiedenen wissenschaftlichen Themen (Entstehung des Lebens, Meteoriteneinschläge, Wiege der Menschheit, Eiszeiten) und erlebten zudem Superlative der Erzlagerstätten (Gold, Arsen, Talk, Kohle, Asbest, Chromit, Diamanten). Einblick in das südafrikanische Uni-Leben erhielten sie durch Besuche an drei südafrikanischen Universitäten und mehreren Museen sowie Führungen durch Experten vor Ort. Und auch auf etwas Luxus mussten die Jenaer Studierenden nicht verzichten: Dank Spenden von verschiedenen Firmen und Vereinen mussten sie nicht selbst fahren und auf Zeltplätzen übernachten, sondern konnten im komfortablen Reisebus und von festen Unterkünften aus das Land erkunden.

Und was es nun mit den Puffottern, Pinguinen und Asbestminen auf sich hat? Schauen Sie doch einmal in den multimedialen Exkursionsbericht! Diesen haben die Studierenden im Nachbereitungsseminar im Wintersemester 2016/17 erstellt und werden ihn schrittweise vervollständigen. Die Erlebnisberichte, Fotos und Videos finden Sie unter: www.igw-ahg.uni-jena.de/Studieninteressierte/Exkursionen/Südafrika_2016


Fotos:

1 - Chromit-Sand in der Tubatse-Mine, gemahlen und sortiert, bereit zum Export, u.a. nach Deutschland. Chromit ist ein wichtiger Zuschlagstoff in der Stahlherstellung.

2 - Geologische Wanderung in Sandsteinen nahe Kapstadt. Der Tafelberg (im Hintergrund) verhüllt sich mit seinem "Tischtuch".

3 - Diamantführende vulkanische Gesteine der Premier-Mine nahe Pretoria. Leider durften wir keine Handstücke mitnehmen!

4 - Exkursionsteilnehmer lassen sich die Gesteinszusammensetzung in einem Bohrkern erklären.

5 - Wie vor 100 Jahren: Exkursionsteilnehmer versuchen sich (leider nur mit geringem Erfolg) beim Goldwaschen im Kaap River nahe Barberton an der Grenze zu Swaziland.



Forschung:
Flüssige Gebäudehülle schützt vor Hitze und Kälte: Materialwissenschaftler haben intelligente Fassaden und Fenster entwickelt

team_wondraczek_kasper

Die Doktoranden Mariana Fatobene Ando und Benjamin Heiz untersuchen den Prototyp eines Glasmoduls, das den Wärmefluss in Gebäuden regulieren soll.
Foto: Fotozentrum FSU Jena
      
Man stelle sich ein solches Gebäude vor: Wenn im Sommer die Sonne scheint, sorgen eine intelligente Fassade und ebensolche Fenster für angenehme Kühle im Inneren. Im Winter dagegen bleibt es behaglich warm, auch ohne dass eine zusätzliche Heizung notwendig ist.

Was nach ferner Zukunftsmusik klingt, könnte bereits in wenigen Jahren Realität werden. Die Grundlagen dafür hat jetzt ein Team von Materialwissenschaftlern im Rahmen eines an der Friedrich-Schiller-Universität Jena koordinierten Forschungsvorhabens gelegt. Die Forscher haben dafür intelligente Fassaden- und Fenstermodule entwickelt, die den Wärmefluss in Gebäuden regulieren können. "Die grundlegende Idee besteht darin, Gebäude in eine sehr dünne, flüssige Hülle zu kleiden", erläutert Prof. Dr.-Ing. Lothar Wondraczek das Prinzip. Die Flüssigkeit diene dabei zunächst als Puffer- und Speichermedium für Wärme, kann darüber hinaus aber auch weitere Funktionen wie zum Beispiel einen Farbwechsel oder solarthermischen Wärmeaustausch übernehmen. Binnen weniger Minuten können so Temperaturschwankungen ausgeglichen werden, wobei die Glasmodule und Fenster als großflächige Kühler, Heizer oder Luftwärmetauscher zum Beispiel für den Betrieb einer Wärmepumpe verwendet werden können. Nach Laborversuchen und Computermodellen wollen die Forscher ihre Entwicklung nun an Modellgebäuden in Deutschland, Skandinavien und Südeuropa testen.

Mehr unter: www.uni-jena.de/Forschungsmeldungen/FM161124_Intelligente_Fenster




Fakultät:
Die Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät ist jetzt bei Facebook
Die Fakultät bei Facebook

Facebook-Seite der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät: www.facebook.com/cgfjena

Neuigkeiten aus der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät der Universität Jena gibt es nun auch bei Facebook: Seit Anfang November hat die Fakultät eine eigene Facebook-Seite. Dort erfahren Studierende und Mitarbeiter Aktuelles aus Studium, Forschung und den einzelnen Arbeitsgruppen. Aber auch Schüler, Studieninteressierte sowie ehemalige Studierende und Mitarbeiter finden dort interessante Nachrichten. Mit der Facebook-Seite wollen wir nicht nur noch besser informieren und mehr Service bieten, sondern auch mit allen, die sich für die Fakultät interessieren, noch enger in Kontakt treten. Wir freuen uns auf Fragen, Anregungen und fleißiges "Liken"!

Die Facebook-Seite der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät finden Sie unter: www.facebook.com/cgfjena


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Hinter den Kulissen

Wenn's im Studium mal knallt und stinkt: Laborpraktika im Chemie-Studium

Chemisch Laborpraktika gehören für Studenten der Fächer Chemie, Geowissenschaften und Biogeowissenschaften fest zum Studienplan. Dr. Reinald Fischer ist der Leiter der analytischen Praktika und betreut unter anderem das Laborpraktikum zur Anorganischen Chemie für Bachelor- und Lehramtsstudenten der Chemie und der Geowissenschaften im ersten Semester. Wir haben bei ihm einmal nachgefragt, was die Studenten in einem Laborpraktikum eigentlich alles machen müssen.

Dr. Reinald Fischer (Foto: privat) 

Dr. Reinald Fischer betreut unter anderem das Laborpraktikum zur Anorganischen Chemie im ersten Semester.
Foto: privat

 Zwei Studentinnen im Laborpraktikum (Foto: Christoph Worsch)

Chemische Laborpraktika gehören in den Fächern Chemie, Geowissenschaften und Biogeowissenschaften fest zum Studienplan.
Foto: Christoph Worsch

Chemie ist das, was knall und stinkt, heißt ja so schön. Knallt und stinkt es denn auch während der Laborpraktika?
Als Vorlesungsassistent der Anorganischen Chemie führe ich insbesondere in der Vorlesung "Anorganische Chemie I" für die Studierenden der Fachrichtungen Chemie und Geowissenschaften interessante und eindrucksvolle Experimente vor, zu denen auch Explosionen gehören. Im studentischen Laborpraktikum ist das natürlich nicht vorgesehen. Aber auch dort kann es zumindest mal zu unangenehmen Gerüchen kommen. Denn am besten erkennt man Eigengerüche wie z. B. den von Ammoniak, wenn man ihn selbst einmal wahrgenommen hat.

Wie genau läuft ein Laborpraktikum ab?

In jedem Laborpraktikum gibt es spezielle Aufgaben und die Praktika laufen daher natürlich auch immer etwas anders ab. Das Praktikum zur Anorganischen Chemie im 1. Semester ist das Praktikum für die anorganische qualitative Analyse, in dem die Studenten die Chemie der wichtigsten Elemente in wässriger Lösung kennenlernen. Nach der obligatorischen Sicherheitseinweisung erhalten sie in Zweiergruppen jeweils leihweise einen Satz von Laborgeräten. Mit diesen müssen sie insgesamt acht (Bachelor-Studierende) bzw. vier (Lehramtsstudierende) qualitative Analysen mit steigendem Schwierigkeitsgrad erfolgreich bearbeiten. Jede Gruppe erhält also mehrere Substanzen, deren Zusammensetzung sie bestimmen müssen, wobei es zum Teil auch ein Zeitlimit dafür gibt. Bevor eine Gruppe ihre Analysensubstanz erhält, gibt es einige Vorversuche und ein Gespräch mit dem Dozenten, in dem die Studenten die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten für die Analyse nachweisen müssen. Das Ergebnis der Analyse wird schließlich im Protokollheft notiert, vom Dozenten bzw. Praktikumsassistenten kontrolliert und benotet. Und wenn alle geforderten Analysen im 1. Semester erfolgreich bearbeitet sind, dann ist das Praktikum bestanden!

Gab es einmal eine besonders lustige oder ungewöhnliche Situation?
Parallel zu den Laborpraktika wird monatlich das Wissen in mündlichen Kolloquien überprüft und benotet. Eine wichtige Rolle spielt dabei natürlich das Periodensystem der chemischen Elemente. Auf die Frage an eine Studentin, wie man das Element mit dem Symbol "Ir" nennt, war die Antwort "Ironium" (anstatt Iridium). Da gab es natürlich Gelächter am Tisch. Oder eine zweite nette Episode: Meine beiden Söhne kannten schon im Kindergarten die Namen der 14 Lanthanoiden in der richtigen Reihenfolge. Als mich meine Frau mit den Kindern vom Labor abholte, war ich gerade im Gespräch mit einem Studenten, inwieweit ein Chemiker das gesamte Periodensystem der chemischen Elemente kennen sollte. Der Chemiestudent meinte, dass er die Lanthanoiden wohl nicht kennen müsste. Darauf meinte ich, dass diese doch jedes Kind kennen würde und fragte meinen Jüngsten - damals 4 Jahre alt - danach. Mein Sohn antwortete prompt: Cer, Praseodym, Neodym, Promethium ... fehlerfrei bis Luthetium. Der Studente staunt nicht schlecht, und ich denke, er hat die Lanthanoiden dann auch gelernt.

Was macht Ihnen bei der Arbeit mit den Studenten im Laborpraktikum besonders Spaß?
Besonders freue ich mich über Studenten, die sich eine kindliche Neugier bewahrt haben und ihre Arbeit kritisch hinterfragen. Für die Arbeitsatmosphäre im Labor sind Studenten, die sich gegenseitig helfen und sich auch über gute Ergebnisse ihrer Kommilitonen freuen, viel angenehmer als ausgeprägte Egoisten.


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FAQ: Sie fragen, wir antworten!

Diesmal: Uni-ABC - Teil 2

Diesmal gibt es den zweiten Teil unseres Uni-ABC mit einigen wichtigen Begriffen aus dem Uni-Alltag:

Uni-ABC Wortwolke

Unser Uni-ABC - Teil 2 hilft beim Durchblick im Uni-Begriffs-Dschungel.
  Dies academicus: bezeichnet einen akademischen Feiertag. Für Studenten besonders schön: An diesem Tag fallen alle Vorlesungen und Seminare aus. An der Universität Jena ist es der Schillertag Ende Juni und der Tag der feierlichen Immatrikulation im Oktober.

Erasmus: Das Erasmus-Programm ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem Studierende die Möglichkeit erhalten, in einem anderen Land zu studieren oder ein Praktikum zu absolvieren.

Fachschaft: Eine Fachschaft ist die Gesamtheit der Studierenden eines Faches. Die entsprechende Interessenvertretung der Studierenden eines Faches heißt Fachschaftsrat, der aus einer bestimmen Anzahl an gewählten Mitgliedern besteht. Alle Studierenden des Fachs Chemie bilden beispielsweise die Fachschaft Chemie und dürfen den Fachschaftsrat Chemie wählen, der wiederum verschiedene Veranstaltungen für Chemie-Studierende organisiert und ihnen bei Problemen und Fragen zum Studium hilft.

Fakultät - Institut - Lehrstuhl: Universitäten sind in verschiedene Lehr- und Verwaltungseinheiten gegliedert, die miteinander verwandte Wissenschaftsgebiete zusammenfassen. An oberster Stelle stehen die Fakultäten. Dann folgen die Institute, die wiederum aus verschiedenen Lehrstühlen und Arbeitsgruppen bestehen. Die Uni Jena besteht zum Beispiel aus zehn Fakultäten. Die Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät wiederum besteht aus sieben Instituten aus den Fachbereichen Chemie, Geographie und Geowissenschaften. Und Lehrstühle und Arbeitsgruppen gibt's an unserer Fakultät mehr als 40.

HiWi: steht für Hilfswissenschaftler und bezeichnet umgangssprachlich eine studentische Hilfskraft. Das sind Studenten, die bei einem Forschungsprojekt oder in der Universitätsverwaltung mitarbeiten und so bereits während des Studiums Geld verdienen und praktische Erfahrung sammeln können.

StuRa/ AStA: StuRa ist die Abkürzung für Studentenrat, und der ist die gewählte Studentenvertretung. In einigen Bundesländern heißt es auch AStA, das steht für Allgemeiner Studierendenausschuss.


>> Sie haben noch eine andere Frage zum Studium eines der Fächer Chemie, Geographie, Geowissenschaften oder Biogeowissenschaften oder aber zum Studium an der Universität Jena ganz allgemein? Dann schreiben Sie an Wir leiten die Frage dann an den entsprechenden Studienfachberater weiter, der sie kompetent beantwortet - und vielleicht erscheint genau Ihre Frage in der nächsten Ausgabe des Newsletters! <<


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Und zum Schluss...

...gibt es wieder Interessantes, Lustiges oder Kurioses über und aus Jena. Diesmal geht es um den Vorläufer der heutigen Tischfeuerzeuge:

Der Vorläufer des Tischfeuerzeugs kommt aus Jena

Döbereiner Feuerzeug (Foto: Fotozentrum FSU Jena)

Nachbau eines "Döbereinerschen Feuerzeugs" - dem Vorläufer des heutigen Tischfeuerzeugs.
Foto: Fotozentrum FSU Jena                    
                 
Jetzt in der Weihnachtszeit mit Adventskranz und Kerzen ist es wahrlich ein nützlicher Wegbegleiter: ein handliches Tisch- oder Taschenfeuerzeug. Den Vorläufer hat 1823 Johann Wolfgang Döbereiner entwickelt - und zwar in Jena. Döbereiner war Chemie-Professor an der Universität und hat dort das "Döbereinersche Feuerzeug" erfunden.

Das Prinzip: Säure reagiert mit einem Metall, dabei entsteht Wasserstoff. Damit der träge Wasserstoff etwas in Schwung kommt und mit dem Sauerstoff der Luft zu Knallgas reagiert, hat Döbereiner Platin eingesetzt. Denn der Chemiker erkannte die katlaytische Wirkung des Platins: Wasserstoff strömt an einem Stück Platin vorbei, dadurch reagiert er mit dem Sauerstoff, es entsteht Knallgas, das Metall erwärmt sich - und die Kerze lässt sich anzünden!

Das "Döbereinersche Feuerzeug" ist aus heutiger Sicht natürlich etwas unhandlich und auch unseren modernen Sicherheitsstandards könnte es wohl ebenfalls nicht erfüllen. Doch mit der Entdeckung der katalytischen Wirkung des Platins ist Johann Wolfgang Döbereiner zugleich Wegbereiter der industriellen Katalyse, wie sie etwa im Auto-Katalysator zur Reduzierung der Abgase genutzt wird.


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Impressum

Herausgeber: Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Humboldtstr. 11, 07743 Jena

Redaktion: Claudia Hilbert

E-Mail:

Tel.: 03641 948005

www.chemgeo.uni-jena.de


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