Studierende der Geowissenschaften beim geologischen Geländepraktikum.

Geowissenschaften

Das Studienfach im Überblick sowie Studiengänge und Besonderheiten in Jena
Studierende der Geowissenschaften beim geologischen Geländepraktikum.
Foto: Christoph Worsch

Unsere Studiengänge im Fach Geowissenschaften

Alle Studienmöglichkeiten

Einblick in den Studienalltag

  • Geländetage und Exkursionen ins In- und Ausland gehören fest zum Studienplan im Fach Geowissenschaften.

    Studierende der Geowissenschaften und ein Gerologie-Professor der Universität Jena studieren im Gelände geologische Karten.
    Foto: Christoph Worsch
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Was sind Geowissenschaften und was lernt man während des Studiums?

Die Erde naturwissenschaftlich erforschen

Geowissenschaften werden in vielen gesellschaftlichen Bereichen gebraucht. Zum Beispiel um

  • Rohstoffe wie Erdöl, Gas oder Metalle zu erkunden und nachhaltig zu nutzen
  • Klima- und Umweltveränderungen zu untersuchen und Anpassungsstrategien zu entwickeln
  • Naturgefahren wie Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Erdrutsche einzuschätzen
  • Böden und Grundwasser zu analysieren und zu schützen 
  • den Untergrund für Bauprojekte wie Brücken oder Gebäude zu prüfen

Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler erforschen naturwissenschaftlich das System Erde und beschäftigen sich mit sämtlichen geowissenschaftlich relevanten chemischen, physikalischen und biologischen Prozessen auf unserem Planeten.

Die drei Teilgebiete in Jena: Geologie, Mineralogie, Geophysik

Geowissenschaften ist ein Sammelbegriff für mehrere Disziplinen, wobei das Studium in Jena diese drei Teilgebiete verindet: Geologie, Mineralogie und Geophysik. Neben den drei Teilgebieten gehören auch Chemie, Mathematik und Physik zum Studienplan. Außerdem erlernst du verschiedene Arbeitsmethoden in Labor, Gelände und am Computer.

Die drei Teilgebiete im Detail:

  • Die Geologie beschäftigt sich mit der Entstehung, der Entwicklung und dem Aufbau der Erde. Dabei geht es um die Kräfte und Prozesse, die zur Bildung und Deformation von Gesteinen führen. Außerdem untersuchen Geologinnen und Geologen die Eigenschaften der verschiedenen Gesteinsarten und die Wechselwirkungen zwischen Grundwasser und Gesteinen.

  • Die Mineralogie ist die Materialwissenschaft in den Geowissenschaften. Sie untersucht die Entstehung, Zusammensetzung und die Eigenschaften von Mineralen als grundlegende Bausteine der Gesteine. Das Wissen von Mineraloginnen und Mineralogen ist unter anderem gefragt, um die Bildung von Rohstoffen zu verstehen und um neue Bau- und Werkstoffe für die Industrie zu entwickeln.

  • Die Geophysik beschäftigt sich mit Phänomenen wie Erdbeben und Vulkanausbrüchen sowie mit dem Magnetfeld der Erde. Sie nutzt physikalische Methoden und mathematische Modelle, um die Dynamik des Erdinneren zu erforschen und die Wechselwirkung zwischen fester Erde, Ozeanen und Atmosphäre zu verstehen. Zum Beispiel verwenden Geophysikerinnen und Geophysiker Seismografen und Gravimeter, um elastische Wellen und die Dichteunterschiede im Untergrund zu messen.

Solche und ähnliche Dinge findest du spannend? Dann ist das Studium der Geowissenschaften möglicherweise das Richtige für dich!

Eine Studentin während geophysikalischer Geländearbeit bei Kranichfeld

Foto: Christoph Worsch (Universität Jena)

Warum Geowissenschaften in Jena studieren?

  • 1. Familiär und praxisnah

    Bei uns studierst du in einer familiären Atmosphäre mit kleinen Lerngruppen und einem engen Kontakt zu den Lehrenden.

    Das Studium beinhaltet zudem viele praxisnahe Lehrveranstaltungen, darunter Exkursionen sowie Gelände- und Laborpraktika. Die Exkursionen und Geländetage finden im In- und Ausland statt. Auch in Jena und Umgebung gibt es zahlreiche geowissenschaftlich interessante Ziele.

    Du willst genauer wissen, wie eine Exkursion abläuft? Dann schau doch mal in das Video zur "Großen Exkursion in die USA"Externer Link rein.

  • 2. Vielfältiges Angebot an Wahlfächern

    Das Studium der Geowissenschaften in Jena vermittelt dir wesentliche Grundlagen in den Naturwissenschaften - insbesondere Mathematik, Chemie und Physik - sowie in den geowissenschaftlichen Teildisziplinen Geologie, Mineralogie und Geophysik. Du erhälst also eine breite Ausbildung.

    Gleichzeitig gibt es bereits ab dem ersten Studienjahr des Bachelorstudiengangs ein vielfältiges Angebot an Wahlfächern: Zur Wahl stehen Aufbaumodule aus den naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern sowie aus den verschiedenen geowissenschaftlichen Gebieten. Damit kannst du je nach Interessenlage individuelle Schwerpunkte setzen.

  • 3. Enge Kooperationen mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen

    Zum Institut für Geowissenschaften gehören noch das Geodynamische Observatorium Moxa, das Thüringische Seismische Netz und die Mineralogische Sammlung - eine der ältesten und größten deutschen Universitätssammlungen. 

    Außerdem gibt es enge Kooperationen mit Unternehmen und außerunivrsitären Forschungseinrichtungen, wie zum Beispiel mit dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie. So kannst du bereits frühzeitig im Studium an aktuellen und angewandten Forschungsprojekten mitarbeiten und Kontakte in die Praxis knüpfen.

    Außerdem unterstützt die Universität dich von Anfang an bei der Vorbereitung auf den Berufseinstieg. Der Career Point bietet beispielsweise Bewerbungscoachings und Jobbörsen an. Mit dem Zertifikatsprogramm Karriereplan kannst du dein Studium berufsorientiert gestalten. Und Studierende mit Interesse an einer wissenschaftlichen Karriere können an einem speziellen Honours-Programm teilnehmen.

  • 4. Ein Semester im Ausland studieren? Kein Problem!

    Ein Auslandssemester ist eine wertvolle Erfahrung. Möglich ist das sowohl während des Bachelor- als auch während des Masterstudiums - und zwar ohne Studienzeit zu verlieren

    Die Friedrich-Schiller-Universität hat zahlreiche Partnerhochschulen in ganz Europa und darüber hinaus. Erasmus-+Austauschplätze für Studierende im Fach Geowissenschaften gibt es zum Beispiel in Frankreich, Griechenland, Norwegen und Slowenien.

    Außerdem ist die Uni Jena Mitglied der EC2U-Allianz, dem Europäischen Campus der Stadt-Universitäten: Du hast somit zusätzliche Möglichkeiten, während des Studiums internationale Erfahrungen zu sammeln. Zum Beispiel kannst du an Summer Schools, Think Tanks und vielen weiteren Projekten und Veranstaltungen teilnehmen.

  • 5. Zulassungsfrei

    Geowissenschaften auf Bachelor studieren ist an der Universität Jena ohne Numerus Clausus (NC) möglich: Beide Bachelorstudiengänge - Geowissenschaften B.Sc. sowie Geologie B.A. als Ergänzungsfach - sind zulassungsfrei. Du kannst dich also einfach einschreiben - und los gehts! 

    Für die Zulassung zu einem der Masterstudiengänge ist ein Bachelor-Abschluss im Bereich Geowissenschaften oder verwandter Disziplinen notwendig. Zum Teil gibt es noch weitere Voraussetzungen.

  • 6. "Studierendenparadies Jena": Studieren in einer lebendigen und grünen Universitätsstadt

    Jena ist eine typische Universitätsstadt mit einem lebendigen Studierendenleben und internationalem Flair. Ungefähr ein Fünftel der rund 110.000 Einwohner sind Studierende. Hinzu kommen die zahlreichen Promovierenden aus aller Welt.

    In Jena gibt es außerdem viel Grün: Parks und Wanderwege mit spektakulären Ausblicken auf die Stadt befinden sich direkt vor der Haustür. Studierende können außerdem den Botanischen Garten kostenfrei besuchen. 

    Für Sportfans bietet der Unisport zahlreiche Sportkurse: von Aikido über Rugby bis Zumba.

    Und der Studierendenausweis ist gleichzeitig Kultur- und Semesterticket: Das bedeutet, der Eintritt für mehrere kulturelle Einrichtungen und Museen in Jena sowie ein Deutschlandticket für den öffentlichen Nahverkehr sind damit inklusive.

    Mehr Infos zum „Studierendenparadies Jena“

Was kommt nach dem Studium?

Berufsaussichten für Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler

Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler zeichnen sich durch breite naturwissenschaftliche Kenntnisse und Fertigkeiten aus. Sie sind daher in verschiedensten Branchen gefragte Experten - sowohl in Unternehmen der freien Wirtschaft als auch in der öffentlichen Verwaltung.

Mögliche Arbeitgeber und Branchen sind zum Beispiel:

  • Energie- und Rohstoffversorgung
  • Wasserwirtschaft
  • Umwelt- und Naturschutz
  • Versicherungen
  • Hoch- und Tiefbau
  • Ingenieur- und Vermessungsbüros
  • Umweltbildung, Geoparks, Museen
  • Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Mögliche Tätigkeiten sind unter anderem: 

  • beim Bau von Brücken, Tunneln oder anderen großen Bauwerken mithilfe geophysikalischer und geodynamischer Messungen Baugrunduntersuchungen durchführen
  • Landschaftsschutz- und Wasserschutzgebiete mithilfe digitaler Karten und Geoinformationssysteme planen und managen
  • Lagerstätten mit seismischen Messungen, Bohrlochvermessungen oder Drohnen aufspüren und bewerten
  • die Gefahr von Hangrutschungen oder anderen Georisiken einschätzen und Maßnahmen planen
  • Wälder, Gewässer und Böden hinsichtlich Schäden und Verschmutzung überwachen und Umweltgutachten anfertigen
  • Grundwasservorräte für die Trinkwasserversorgung erkunden und Pläne für eine nachhaltige Nutzung erarbeiten
  • innovative Materialien für die Bau- und Werkstoffindustrie entwickeln

Situation auf dem Arbeitsmarkt

Nach Angaben des Berufsverbandes Deutscher GeowissenschaftlerExterner Link sind die meisten Geowissenschaftler in angewandten Bereichen in Industrie und Wirtschaft, Ingenieurbüros oder freiberuflich tätig. Etwa 15 Prozent arbeiten in Ämtern und Behörden, etwa 10 Prozent im Bereich Wissenschaft und Lehre und etwa ein Viertel in fachnahen und fachfernen Bereichen.

Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind für Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler mit Hochschulabschluss generell gut. Im Bereich der Geographie-, Geologie- und Umweltschutzberufe lag die Arbeitslosenquote 2025 bei 4,3 Prozent (Quelle: Bundesagentur für ArbeitExterner Link). Die Arbeitsmarktsituation hängt dabei jedoch stark von der Branche und der Tätigkeit ab.

Absolventenporträts

Einige konkrete Beispiele findest du in unseren Absolventenporträts:

Alumni-Portäts: Ehemalige berichtenWeitere Porträts findest du auch in der Broschüre "Geoberufsbilder"Externer Link des Berufsverbandes Deutscher Geowissenschaftler.

Masterstudium und Promotion

Die meisten Bachelor-AbsolventInnen entscheiden sich für ein weiterführendes Masterstudium. Die Universität Jena bietet dir mehrere Masterstudiengänge im Bereich Geowissenschaften mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten.

Wenn du dich für eine Promotion im Fach Geowissenschaften interessierst, bietet dir die Universität Jena ebenfalls sehr gute Möglichkeiten. Die Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät ist eine der forschungsstärksten Fakultäten der Universität und im Rahmen der zahlreichen Drittmittelprojekte gibt es regelmäßig offene Promotionsstellen. Zudem ist die Fakultät an mehreren strukturierten Doktorandenprogrammen beteiligt.

Für Studierende, die sich schon frühzeitig für eine wissenschaftliche Karriere interessieren, gibt es ein spezielles Förderprogramm für forschungsorientierte Studierende.

Wissenschaftliche Karriere an der Universität Jena: Tipps und Angebote

Das Studium kennenlernen: Schnupperangebote für Studieninteressierte

  • Besuch der Mineralogischen Sammlung

    Bei einem Besuch der Mineralogischen Sammlung kannst du in die Welt der Gesteine und Minerale eintauchen. Es gibt eine Dauer- und regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen sowie auf Anfrage Workshops und Führungen.

    Blick in einen Ausstellungsraum der Mineralogischen Sammlung der Universität Jena.
    Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)
  • Open Campus - Studieninfotag der Universität Jena

    Beim Studieninfotag kannst du Studierende und Lehrende kennenlernen. Es gibt Infostände, Vorträge, Campusführungen und einiges mehr. Der Tag findet immer im Frühjahr eines Jahres statt.

    KI generierte Person sitzt an Schreibtisch, um die Person fliegen Schmetterlinge
    Foto: KI-generiert (bearbeitet von Liana Franke)
  • Schnupperstudium

    Von "Hydrogeologie" bis "Bodenkunde": Immer in der Vorlesungszeit kannst du ausgewählte Vorlesungen besuchen und so in den Studienalltag hineinschnuppern.

    Eine Studentin sitzt im Hörsaal
    Foto: Christoph Worsch (Universität Jena)
  • Rent-a-Prof(i)

    Schulklassen können sich Professorinnen und Professoren für einen Vortrag in der Schule "mieten". Zur Wahl stehen Vorträge zu den Themen Erde, Rohstoffe, Energie, Klima und Umwelt.

    apl. Prof. Dr. Christian Thiel von der Universität Jena hält einen Vortrag vor einer Schulklasse.
    Foto: Montessorischule Jena
  • Öffentliche Samstagsvorlesungen

    Die allgemeinverständlichen Vorträge finden immer im Wintersemester statt. Sie sind ideal, um unsere Wissenschaftler/innen hautnah kennenzulernen und Einblick in aktuelle Forschungsthemen zu erhalten! Einige Vorträge kannst du auch online anschauen.

    Samstagsvorlesung von Prof. Delia Brauer im Wintersemester 2022/23
    Foto: Claudia Hilbert/Universität Jena

Das sagen unsere Studierenden: Geowissenschaften B.Sc. bei StudyCheck.de

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Illustration: Studycheck.de; Claudia Hilbert

Das sagen unsere Studierenden: Geowissenschaften M.Sc. bei StudyCheck.de

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Das sagen unsere Studierenden: Umwelt- und Georessorcenmanagement M.Sc. bei StudyCheck.de

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Du hast Fragen? Das sind deine Ansprechpersonen

Peter Frenzel, apl. Prof. Dr.

Wiss. Mitarbeiter
Studienfachberater B.Sc. Geowissenschaften und B.A. Geologie
Frenzel, Peter, PD Dr.
Foto: IGW
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Raum H 110
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Kilian Pollok, Dr.

Wiss. Mitarbeiter
Studienfachberater M.Sc. Geowissenschaften
Dr. Kilian Pollok
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Raum 222
Lessingstraße 14
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Sprechzeiten:
Standort IGW, Burgweg 11

Tel: 9-48732

oder

Standort CEEC II, Lessingstraße 14

Tel: 9-48733

je nach Vereinbarung

Thorsten Schäfer, Prof. Dr.

Studienfachberater M.Sc. Umwelt- und Georessourcenmanagement
Professur Angewandte Geologie
Raum H103
Burgweg 11
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