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Studierende bei der Profilaufnahme in den grauen Sedimenten der Tashkumyr-Formation.
Foto: Jakob StubenrauchVom 03.-17. April 2026 wurden von Mitarbeitern und Studierenden der AG Allgemeine und historische Geologie ergiebige Geländearbeit im südlichen Kirgistan, am Rand des Ferganabeckens, durchgeführt.
Hier sind bei der Bergbaustadt Tashkumyr (kirgisisch für Steinkohle) kontinentale Sedimente des Mitteljura aufgeschlossen.
Kontinentale Ablagerungen aus dieser Zeit sind eher selten, damit einhergehend auch die Zahl der Dinosaurier-Fossillagerstätten (häufiger sind marine Lagerstätten, wie beispielsweise der süddeutsche Posidonienschiefer bei Holzmaden oder die Jurassic Coast in Südengland). Zugleich sind nur sehr wenige Dinosaurierfossillagerstätten in Zentralasien bekannt. Erste Dinosaurierfossilien wurden hier in den 60ern entdeckt und beschrieben. Nach langem Stillstand der Forschung (unter anderem durch den Zerfall der Sowjetunion) wurden in den letzten Jahren aufseheneregende neue Entdeckungen gemacht (https://www.heise.de/news/Forschungsteam-entdeckt-Ueberreste-von-Raubdinosauriern-in-Kirgisistan-9844532.html)Externer Link.
Bereits im letzten Jahr waren wir mit Paläontolog:innen aus Gotha, Bamberg, München, London, Liverpool und Geolog:innen der Akademie der Wissenschaften Bishkek im Gelände unterwegs.
In diesem Jahr sollte die vorhandene Datenbasis erweitert werden. Dazu wurden 12 lithostratigraphische Profile der drei hier aufgeschlossenen jurassischen Formationen aufgenommen und Proben genommen.
Bereits aus der Gesteinsfarbe (grau mit schwarzen Kohlen im unteren Teil, rot im oberen Teil) ergeben sich Hinweise auf eine Klimaerwärmung in diesem Gebiet.
Im Rahmen zweier B.Sc. und einer M.Sc.-Arbeit sollen nun die Ergebnisse dargestellt und ausgewertet werden, um die Veränderung der Ablagerungs- und damit Umweltbedingungen sowie tektonische Ereignisse im Mittelasien des mittleren Jura besser zu verstehen.
Eine Weiterführung der Arbeiten im Rahmen eines DFG-Projektes wird angestrebt.