Titelbild Projekt 30 Geotope3

Die schönsten Geotope Deutschlands digital erleben

Geologen erstellen virtuelle 3D-Modelle von 30 Geotopen in Deutschland
Titelbild Projekt 30 Geotope3
Foto: DGGV
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Meldung vom: 27. Januar 2021, 10:17 Uhr

Felsen, Höhlen, Quellen, Seen, Gesteinsaufschlüsse: Überall in der Natur sind Orte zu finden, die landschaftlich reizvoll sind und zudem auch mehr über die Entwicklung der Erde verraten. Solche sogenannten Geotope sind Fenster in die Erdgeschichte – und stehen im Fokus eines neuen Projekts, an dem auch Geologen der Friedrich-Schiller-Universität beteiligt sind.

Webseite präsentiert ab Februar monatlich ein Geotop

Das Projekt „30 Geotope3“ dokumentiert die dreißig optisch ansprechendsten und wissenschaftshistorisch bedeutendsten Geotope Deutschlands und macht sie digital erlebbar. Die an dem Vorhaben beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden Geotope und Aufschlüsse unterschiedlichster Art mit Hilfe von Kameras, inklusive Drohnen und 360 Grad-Kameras, Laserscannern und GPS vermessen und schließlich virtuelle, dreidimensionale Modelle erstellen. Ab Februar 2021 werden die einzelnen Orte monatlich auf der Projektwebseite präsentiert: www.digitalgeology.de.

Ein begleitender Text erklärt jeweils die geologischen Besonderheiten sowie die Entstehungsgeschichte und den historischen Nutzen durch die Bevölkerung. Alle im Rahmen des Projektes aufgenommen Daten werden zudem frei zugänglich zur Verfügung gestellt. Welche Geotope sich in den kommenden Monaten virtuell erkunden lassen, bleibt noch geheim. Nur so viel sei verraten: Digitale Fahrten durch alte Bergwerke sind ebenso mit dabei wie ein Aufschluss aus dem Saaletal bei Jena, der im März an der Reihe sein wird.

Brückenschlag von der klassischen zur modernen Geologie

Die Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung e. V. (DGGV) hat das Projekt „30 Geotope3“ anlässlich ihre 175-jährigen Bestehens initiiert. Die DGGV ist eine der ältesten Wissenschaftsorganisationen Deutschlands. Zu ihren Gründungsmitgliedern zählten im Jahr 1848 unter anderem Alexander von Humboldt und Leopold von Buch. An dem Vorhaben „30 Geotope3“ sind neben der DGGV weitere geowissenschaftliche Institutionen aus ganz Deutschland beteiligt, darunter Geoparks, geologische Landesämter und Hochschulen. Projektpartner an der Universität Jena sind Prof. Dr. Kamil Ustaszewski und Dr. Christoph Grützner vom Institut für Geowissenschaften.

Das Forschungsteam will verdeutlichen, dass Aufschlüsse die primären Informationsquellen in der Geologie sind und es will zeigen, wie diese mit modernen Methoden dokumentiert werden können. Damit verbinden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler klassische mit moderner Geologie – und sie machen die geologischen Besonderheiten Deutschlands für eine breite Öffentlichkeit erlebbar.

Mehr Informationen: www.digitalgeology.de

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