Galenit_würfelartige Spaltkörper

Aktuelle Sonderausstellung in der Mineralogischen Sammlung geht in die Verlängerung

"Rohstoffe - vom Handy bis zum E-Auto" ist noch bis zum 10. Oktober 2022 zu sehen.
Galenit_würfelartige Spaltkörper
Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)
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Meldung vom: | Verfasser/in: Birgit Kreher-Hartmann | Zur Original-Meldung

Rohstoffe - vom Handy bis zum E-Auto

Goldnugget Goldnugget Foto: Jan-Peter Kasper (Universität Jena)

Die  Sonderausstellung "Rohstoffe - vom Handy bis zum E-Auto" weist auf ein sehr aktuelles Thema hin.

Rohstoffe sind unbehandelte Materialien; sie werden aus der Natur gewonnen und direkt als Rohstoff verwandt oder weiterverarbeitet. Anbau oder Förderung und Weiterverarbeitung finden dabei häufig in unterschiedlichen Ländern statt. Zu den Energierohstoffen zählen fossile Rohstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas. Zu wichtigen Rohstoffarten für den Handel gehören neben den Energierohstoffen die Edelmetalle wie Gold, Kupfer und Silber. Des Weiteren nehmen die Industriemetalle einen großen Anteil ein. Dazu zählen beispielsweise Eisen, Zinn, Zink, Blei und Molybdän. Diese  Rohstoffe kommen in der Natur selten gediegen, d.h. rein vor,  sondern werden aus Mineralen - also Elementverbindungen -  gewonnen. 

Wir präsentieren in dieser Ausstellung eine Auswahl an entsprechenden  Mineralen. Am Beispiel des Eisens sind die vielen Möglichkeiten, die die Natur vorhält,  Z.B. mit Sauerstoff zu verschiedenen Oxiden ausgebildet oder zum Hydroxid gut darstellbar. Aber Eisen kann  auch mit Schwefel verbunden als Sulfid auftreten oder mit Karbonat-Ionen eine stabile und wirtschaftlich interessante Verbindung eingehen. Nicht nur metallische Verbindungen dienen als Rohstoffe; gerade die sogenannten Seltenen Erden sind viel gefragte Elemente, die in diversen natürlichen Verbindungen weltweiter Fundorte auftreten. 

Die Frage nach dem "Wie lange reichen die Rohstoffvorräte noch?" läßt sich nicht einfach beantworten. In der Ausstellung werden  einige Lagerstätten weltweiter Lokalitäten vorgestellt. Rohstoffversorgung ist ein globales Problem oder positiv ausgedrückt: eine globale Aufgabe! 

Herzlicher Dank geht an dieser Stelle an die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Über den Standort Berlin konnten einige Exponate  aus den Sammlungen der beiden Standorte Berlin und Hannover für diese  Sonderausstellung ausgeliehen werden! 

Die Sonderausstellung war ursprünglich bis 20. Mai 2022 geplant; sie wird nun bis zum 10. Oktober 2022 verlängert; so können schulische Angebote noch besser umgesetzt weden. Anmeldungen für Gruppen und Führungen bitte an min.museum@uni-jena.de