"Wirklich grün" - Eines der Themen der Öffentlichen Samstagsvorlesungen 2020/21

Öffentliche Samstagsvorlesungen "ChemGeo aktuell"

Das Programm im WiSe 2020/21
"Wirklich grün" - Eines der Themen der Öffentlichen Samstagsvorlesungen 2020/21
Foto: Designed by Freepik

Was ist "ChemGeo aktuell"?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät stellen in allgemeinverständlichen Vorträgen ihre aktuelle Forschungsthemen vor. Die Samstagsvorlesungen richten sich an alle, die sich für die Bereiche Chemie, Geowissenschaften und Geographie interessieren. Egal ob Schüler bzw. Schülerin, Student bzw. Studentin, Alumnus, berufstätig oder bereits im Ruhestand: Sie sind herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei. Die Samstagsvorlesungen finden jeweils im Wintersemester statt.

Programm WiSe 2020/21

Die Termine im Überblick:

  • 14.11.2020
    PD Dr. Thomas Voigt: "Burgen und Klöster: Woher kamen die Bausteine?"
  • 12.12.2020
    apl. Prof. Dr. Christian Thiel: "Wir alle sind Forschende! Citizen Science als Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft am Beispiel von Drohnendaten"
  • 23.01.2021
    Prof. Dr. Timm Wilke: "Von Autolack bis Zahnpasta: Nanomaterialien in unserem Alltag — und im Chemieunterricht"
  • 30.01.2021
    Prof. em. Dr. Günter Kreisel: "Wirklich Grün: Wie quantifiziert man Umweltlasten?"

Mehr Informationen zu den Vorträgen

Programm als Flyer [pdf, 681 kb]

Veranstaltungsort

Döbereiner Hörsaal, Am Steiger 3, 07743 Jena (zu Google Maps)

Samstagsvorlesungen als Video

Die Vorträge werden zusätzlich aufgezeichnet und stehen jeweils nach dem Vortragstermin als Video zur Verfügung.

Hier geht's zu den aufgezeichneten Videos

Informationen per E-Mail

Sie möchten zukünftig per E-Mail über das Programm der Samstagsvorlesungen informiert werden? Dann schreiben Sie eine kurze E-Mail an claudia.hilbert@uni-jena.de!

Öffentliche Samstagsvorlesung von Prof. Hildebrandt im WiSe 19/20 Öffentliche Samstagsvorlesung von Prof. Hildebrandt im WiSe 19/20 Foto: Claudia Hilbert

Samstagsvorlesungen in Zeiten von Corona

Bitte beachten Sie beim Besuch der Öffentlichen Samstagsvorlesungen im WiSe 2020/21 folgende Informationen:

  • Aufgrund der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln stehen nur begrenzt Plätze zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht nötig, doch es wird daher eine Einlasskontrolle geben. Der Hörsaal wird ab 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn zugänglich sein.
  • Vor Beginn der jeweiligen Veranstaltung werden die Kontaktdaten der BesucherInnen erfasst. Hierbei werden natürlich auch die Datenschutzrichtlinien der Universität Jena beachtet.
  • Bitte tragen Sie nach Betreten der Universitätsgebäude einen Mund-Nasen-Schutz. Nach Einnehmen des Platzes im Hörsaal können Sie diesen abnehmen. Bitte beachten Sie außerdem den üblichen 1,5-m-Mindestabstand.
  • Für folgende Personen ist eine Teilnahme leider nicht möglich: Personen mit Krankheitssymptomen bzw. die bis zu sieben Tage vor dem Veranstaltungstermin Kranheitssymptome aufgewiesen haben (z. B. trockener Husten, Atemprobleme, Lungenschmerzen), Personen, die sich 14 Tage vor Veranstaltungstermin in einem Risikogebiet aufgehalten haben und Personen, die Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person hatten und für die die zuständige Behörde daher Quarantäne verordnet hat.
  • Bitte beachten Sie, dass sich die geltenden Regeln auch kurzfristig ändern können. Wir informieren an dieser Stelle über Änderungen.
  • Die Vorlesungen werden zusätzlich aufgezeichnet und stehen nach dem jeweiligen Vortragstermin als Video zur Verfügung.

Programm im Wintersemester 2020/21

Das Kloster in Thalbürgel Foto: Thomas Voigt

Burgen und Klöster: Woher kamen die Bausteine?

PD Dr. Thomas Voigt, Institut für Geowissenschaften
Samstag, 14. November 2020, 10:30 Uhr

Der Bau von Burgen und Klöstern, wie etwa das Kloster in Thalbürgel (Foto), war immer ein Großprojekt. Die Standortwahl und die Beschaffung von Werksteinen und der Grundstoffe für Mörtel und Ziegel bedurften einer umfangreichen Erkundung und erforderten eine ausgeklügelte Logistik. Es gibt für die Zeit vor 1500 kaum Aufzeichnungen oder bildliche Darstellungen, wie Steingewinnung und Transport abliefen. Geowissenschaften können helfen, die damals verwendeten Werksteine und ehemalige Steinbrüche zu identifizieren. Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz: Dünnschliffe zeigen den mineralogischen Aufbau (Petrographie) der Werksteine. Gesteinsfarben werden mit einem Spektrometer quantitativ gemessen und in einem dreidimensionalen Farbraum dargestellt. Diese Daten sind charakteristisch wie ein Fingerabdruck. Die ehemaligen mittelalterlichen Steinbrüche können mit digitalen Geländemodellen (DGM) als Anomalien sichtbar gemacht werden. Der Vortrag erläutert diese Methoden.

Der Referent:

Thomas Voigt studierte an der Bergakademie Freiberg Geologie und promovierte dort zur Entstehungsgeschichte des Elbsandsteingebirges. Seit 1995 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Friedrich-Schiller-Universität Jena beschäftigt, wo er sich 2013 habilitierte. Er interessiert sich besonders für die Entstehung von Gebirgen im Inneren von Kontinenten. Seine Forschungsgebiete liegen in den jungen Gebirgen Zentralasiens, aber auch in den Ablagerungen der Kreidezeit Mitteleuropas.

Zur Webseite von PD Dr. Thomas Voigt

 

Totholz aus Sicht einer Drohne Foto: Christian Thiel

Wir alle sind Forschende! Citizen Science als Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft am Beispiel von Drohnendaten

apl. Prof. Dr. Christian Thiel, DLR-Institut für Datenwissenschaften, Institut für Geographie der Universität Jena
Samstag, 12. Dezember 2020, 10:30 Uhr

Immer häufiger werden BürgerInnen in Forschungsprojekte eingebunden. Das bereichert nicht nur den Forschungsprozess, sondern macht ihn in einigen Forschungsfeldern überhaupt erst möglich. Ohne das Wissen und Handeln zivilgesellschaftlicher Akteure stünden einige Fachgebiete vor kaum überwindbaren Hürden. Zudem bietet „Citizen Science“ (Bürgerwissenschaft) die Chance, einem möglichen Trend der Wissenschaftsskepsis entgegenzuwirken. Die thematische Breite bürgerwissenschaftlicher Projekte ist immens und reicht von der Entdeckung von Meteoren über den Gesang von Nachtigallen bis hin zur satelliten-basierten Erkundung der Erde. Der Vortrag widmet sich unter anderem der Möglichkeit, mittels einfacher kostengünstiger Drohnen wertvolle Geoinformationen zu erzeugen und auszuwerten. Außerdem wird das jüngst gegründete Jenaer Bürgerlabor vorgestellt.

Der Referent:

Christian Thiel hat Geographie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena studiert und war 2006-2018 am Lehrstuhl für Fernerkundung tätig. Dort beschäftigte er sich insbesondere mit der Auswertung von Radar-Daten für verschiedene umweltwissenschaftliche Anwendungen. 2018 wechselte er an das DLR-Institut für Datenwissenschaften und arbeitet dort im Bereich Citizen Science (Bürgerwissenschaften). Im April 2020 wurde Christian Thiel als apl.-Professor für Bürgerwissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena berufen.

Zur Webseite von apl.-Prof. Dr. Christian Thiel

 

Chemische Proben Foto: Timm Wilke

Von Autolack bis Zahnpasta: Nanomaterialien in unserem Alltag — und im Chemieunterricht

Prof. Dr. Timm Wilke, Institut für Anorganische und Analytische Chemie
Samstag, 23. Januar 2021, 10:30 Uhr

Der Vortrag zeigt, wie das spannende Themenfeld „Nanomaterialien“ aus der aktuellen Forschung für die Vermittlung im Chemieunterricht erschlossen werden kann. Nach einer kurzen didaktischen Betrachtung werden hierzu alltagsnahe Beispiele mit ausgewählten Experimenten vorgestellt. Insgesamt sollen mit erprobten Unterrichtseinheiten Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie klassische Inhalte des Chemieunterrichts mit diesem modernen Themengebiet gewinnbringend vernetzt werden können.

Der Referent:

Timm Wilke studierte von 2007 bis 2012 Chemie und Französisch an der Georg-August-Universität Göttingen und schloss mit dem Master of Education ab. 2017 wurde er promoviert. Danach war er unter anderem für Forschungsaufenthalte in Kiel, Frankreich und Florida tätig. Außerdem war er Juniorprofessor für Fachdidaktik der Chemie an der TU Braunschweig und er unterrichtete an einem Braunschweiger Gymnasium. Seit 2020 ist Timm Wilke Professor für Didaktik der Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Zur Webseite von Prof. Dr. Timm Wilke

 

"Wirklich grün" - Eines der Themen der Öffentlichen Samstagsvorlesungen 2020/21 Foto: Designed by Freepik

Wirklich Grün: Wie quantifiziert man Umweltlasten?

Prof. em. Dr. Günter Kreisel, Institut für Technische Chemie und Umweltchemie
Samstag, 30. Januar 2021, 10:30 Uhr

Welche Auswirkungen hat ein Produkt oder eine Dienstleistung auf die Umwelt und wann ist etwas wirklich umweltfreundlich und nachhaltig? Hierfür gibt es unterschiedliche Messmethoden: solche, die die Vergangenheit beschreiben (Ökobilanzen), solche, die Ziele aus der Zukunft für unser derzeitiges Handeln verwenden (Planetare Grenzen) und solche, bei denen das gesamte Geschehen in der Zukunft liegt, aber aktuelle Erkenntnisse verwendet werden (Umweltverträglichkeitsprüfung). Der Vortrag stellt diese Konzepte vor und wird dabei insbesondere die einzelnen Stufen der Ökobilanzierung erläutern. Diese Abschnitte werden mit eigenen Ökobilanzdaten verschiedenster Anwendungsfälle illustriert. Außerdem wird auf aktuelle Probleme (z. B. Plastik, Elektroauto) eingegangen. Anhand von 11 „goldenen Regeln“ zeigt der Vortrag die Möglichkeiten und Grenzen der Methode. Zusammenfassend wird der Frage nachgegangen, ob und welchen Einfluss Ökobilanzen auf die Verbesserung unserer Umweltsituation haben oder haben können.

Der Referent:

Günther Kreisel ist Chemiker und wurde 1977 an der Friedrich-Schiller-Universität promoviert. Seit den 1980er Jahren bis zu seiner Emeritierung 2012 war er an der Universität Jena als Wissenschaftler und Dozent tätig, unter anderem als Leiter des Chemietechnikums am heutigen Institut für Technische Chemie und Umweltchemie. 2003 erhielt er den Thüringer Forschungspreis im Bereich Grundlagenforschung für eine Arbeit mit dem Titel "Eine mögliche präbiotische Bildung von Ammoniak aus molekularem Stickstoff auf Eisensulfidoberflächen". Günter Kreisel arbeitet auch nach seiner Emeritierung weiterhin als Dozent, unter anderem an der Universität Regensburg.

Kontakt

Claudia Hilbert
Öffentlichkeitsarbeit
claudia.hilbert@uni-jena.de
Telefon
+49 3641 9-48005
Fax
+49 3641 9-48002
Raum 105
Humboldtstraße 11
07743 Jena
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