Landwirtschaft am Colorado River

Öffentliche Samstagsvorlesungen "ChemGeo aktuell"

Termine und Themen im Wintersemester 2019/20
Landwirtschaft am Colorado River
Foto: NASA Johnson Space Center, imager ISS051-E-13172, http://eol.jsc.nasa.gov

Was ist "ChemGeo aktuell"?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultätstellen in allgemeinverständlichen Vorträgen ihre aktuelle Forschungsthemen vor. Die Samstagsvorlesungen richten sich an alle, die sich für die Bereiche Chemie, Geowissenschaften und Geographie interessieren. Egal ob Schüler, Student, Alumnus, berufstätig oder bereits im Ruhestand: Sie sind herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei. Die Samstagsvorlesungen finden jeweils im Wintersemester statt.

Veranstaltungsort
Hörsaal des Neubaus des Instituts für Anorganische und Analytische Chemie, Humboldtstr. 8, 07743 Jena

Flyer
Download Flyer Samstagsvorlesungen WS 2019/20 [pdf 776KB]

Informationen per E-Mail
Sie möchten zukünftig per E-Mail über das Programm der Samstagsvorlesungen informiert werden? Dann schreiben Sie eine kurze E-Mail an claudia.hilbert@uni-jena.de!

Das Programm im Wintersemester 2019/20

Global Understanding. Potentiale und Grenzen der Naturwissenschaften

Prof. Dr. Benno Werlen, Institut für Geographie/ UNESCO Chair on Global Understanding for Sustainability
09. November 2019, 10:30 Uhr

Wir sind aktuell mit radikalen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Veränderungen konfrontiert sowie mit sich rapide ändernden klimatischen Bedingungen. Menschliches Handeln spielt eine Schlüsselrolle bei diesen weltweiten Herausforderungen – als Problemursache, aber auch für Lösungen globaler Krisen. Wenn Einzelne wissen, was ihre täglichen Routinen im globalen Zusammenhang bedeuten, dann kann eine größere Offenheit für geeignete Maßnahmen erreicht werden. Um dies zu erreichen, ist in Wissenschaft und Politik zuerst eine doppelte Fokusverschiebung erforderlich: vom Planeten zum Handeln. Das Verstehen des eigenen Lebens in globalen gesellschaftlichen, ökonomischen und natürlichen Zusammenhängen – „Global Understanding“ – bietet sich hierfür als Ausgangspunkt für ein neues Verständnis von Nachhaltigkeit und nachhaltiger Entwicklung an.

Der Referent: Der Sozialgeograph Benno Werlen hat seit März 2018 den UNESCO Chair on Global Understanding for Sustainability an der Friedrich-Schiller-Universität inne. Davor war er in Jena 20 Jahre Lehrstuhlinhaber für Sozialgeographie. Werlen ist Mitglied in verschiedenen politikberatenden Gremien und war Initiator und Koordinator des „International Year of Global Understanding (IYGU)“ 2016.

Webseite Prof. Dr. Benno Werlen/ UNESCO Chair on Global Understanding for Sustainability

 

Wechselwirkung intensiver Laserpulse mit Materie

Prof. Dr. Stefanie Gräfe, Institut für Physikalische Chemie, Abbe Center of Photonics
14. Dezember 2019, 10:30 Uhr

Die jüngsten Fortschritte bei der Entwicklung hochintensiver ultrakurzer Laserpulse und deren Wechselwirkung mit Materie haben neue spannende Phänomene sowohl für die Grundlagenforschung als auch deren Überführung in konkrete Anwendungen hervorgebracht. So kommen intensive Kurzlaserpulse etwa in der (Augen-)Chirurgie oder in der Materialbearbeitung zum Einsatz. Der Vortrag gibt eine kurze Einführung in die Grundlagen der Starkfeld-Materie-Wechselwirkung und einen Überblick über die verschiedenen neuartigen physikalischen Phänomene, die beobachtet werden können, wenn hochintensive Laserpulse mit Materie wechselwirken. Anschließend werden aktuelle eigene Forschungen zur Wechselwirkung starker Laserpulse mit Atomen, Molekülen und Festkörpern vorgestellt. Dazu gehören beispielsweise Simulationen, die zeigen, warum Moleküle je nach relativer Ausrichtung im Laserfeld entweder aufbrechen oder nicht – oder aber auch, wie durch Wechselwirkung mit starken Laserfeldern nicht-adiabatische Übergange in Molekülen angeregt bzw. mit Hilfe von Laser-induzierter Elektronendiffraktion sogar visualisiert werden können. 

Die Referentin: Stefanie Gräfe ist studierte Chemikerin und seit 2013 Professorin für Theoretische Chemie an der Friedrich-Schiller-Univeristät. Davor forschte sie in Würzburg, Wien und Kanada. Ihre Forschungsarbeiten bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Chemie und Physik: Bereits in ihrer Promotion, die sie 2005 an der Uni Würzburg beendet hat, verknüpfte sie beide Fachgebiete. Aktuell forscht Stefanie Gräfe unter anderem im Sonderforschungsbereich "Nonlinear Optics down to Atomic Scales". In diesem im Juli 2019 gestarteten Forschungsprojekt wollen Physiker und Chemiker der Universität Jena gemeinsam mit Partnern die Wechselwirkungsprozesse zwischen Licht und Materie mit atomarer Auflösung untersuchen.

Webseite der Arbeitsgruppe Prof. Dr. Stefanie Gräfe

 

Intraoperative spektroskopische Tumordiagnostik – Optische Biopsie

apl. Prof. Dr. Michael Schmitt, Institut für Physikalische Chemie
11. Januar 2020, 10:30 Uhr

Krankheiten früher erkennen und gezielter therapieren erfordert die Ermittlung diagnostischer, und prognostischer Faktoren in wenigen Schritten. Das Werkzeug Licht spielt bei der Umsetzung dieser Ziele eine Schlüsselrolle, denn optische Verfahren ermöglichen es, Lebensvorgängen in Zellen und Geweben bis auf molekulare Ebene aufzuklären. Der Einsatz optischer Technologien in der Medizin ist in den letzten zehn Jahren rapide angestiegen. Hier sind besonders spektroskopische Techniken zu nennen, da sie das Potential besitzen, die medizinische Diagnostik und damit eine gezielte auf den Patienten abgestimmte Therapie voranzubringen. Der Vortrag informiert über die Erforschung spektroskopischer Ansätze für eine intraoperative Tumordiagnostik im Sinne einer optischen Biopsie. Es werden Konzepte zur Integration der untersuchten spektroskopischen Ansätze in kompakte klinisch nutzbare automatisierte Systeme vorgestellt.

Der Referent: Michael Schmitt studierte Chemie an der Universität Würzburg. Nach Stationen in Ottawa (Kanada) und wiederum Würzburg wechselte er 2004 an die Friedrich-Schiller-Universität. Seit 2010 ist er außerplanmäßiger Professor. Schmitt forscht und unterrichtet vor allem in den Bereichen Physikalische Chemie, Photonik und Spektroskopie.

Webseite Institut für Physikalische Chemie

 

Blaues Wasser, grünes Wasser, virtuelles Wasser – die Hydrologie der Pflanzenproduktivität und wie Klimawandel und Globalisierung sie beeinflussen

Prof. Dr. Anke Hildebrandt, Institut für Geowissenschaften
25. Januar 2020, 10:30 Uhr

Pflanzen brauchen Wasser. Wenn das Wasser knapp ist, hat dies Auswirkungen auf die Produktivität und damit auf die Nachhaltigkeit des Anbaus. In diesem Vortrag geht es um die physikalischen Grundlagen des Wasserkreislaufs, bei dem die Verdunstung durch Pflanzen im Zentrum steht. Wir beantworten Fragen wie diese: Was ist der Unterschied zwischen Dürre und Wasserdefizit? Warum hat die leckere Avocado so einen großen Wasser-Fußabdruck und die Walnuss nicht? Wie viel Wasser importiert und exportiert eigentlich Deutschland und ist das in der Summe nachhaltig?

Die Referentin: Anke Hildebrandt studierte an der TU Dresden Wasserwirtschaft. Anschließend forschte sie in Cambridge (USA) und am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Seit 2010 ist sie an der Friedrich-Schiller-Universität tätig: zunächst als Juniorprofessorin für Ökologische Modellierung, seit 2018 als Professorin für Terrestrische Ökohydrologie. Die Professur ist eine Kooperation zwischen der Universität Jena und dem UFZ.

Webseite Prof. Dr. Anke Hildebrandten

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