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ChemGeo aktuell: Öffentliche Samstagsvorlesungen

Was ist "ChemGeo aktuell"?

ChemGeo aktuell: Öffentliche Samstagsvorlesungen der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät Jena

Professoren und Mitarbeiter der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultätstellen in allgemeinverständlichen Vorträgen ihre aktuelle Forschungsthemen vor. Die Samstagsvorlesungen richten sich an alle, die sich für die Bereiche Chemie, Geowissenschaften und Geographie interessieren. Egal ob Schüler, Student, Alumnus, berufstätig oder bereits im Ruhestand: Sie sind herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei. Die Samstagsvorlesungen finden jeweils im Wintersemester statt.


Veranstaltungsort
Hörsaal des Neubaus des Instituts für Anorganische und Analytische Chemie, Humboldtstr. 8, 07743 Jena
>> Karte
(Karte: DominoPlus Jena)

Achtung: Der Vortrag am 1.12.18 findet im Döbereiner-Hörsaal, Am Steiger 3, statt.


Flyer
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Informationen per E-Mail
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Programm im Wintersemester 2018/19

Mittlerer jahreszeitlicher Abfluss zu verschiedenen Jahreszeiten und Gegenwart und verschiedenen Zukunftszeitperioden – Basierend auf dem Klimamodell SRES A1B und dem hydrologischen Modell - J2000g. Nach Krause & Hanisch 2009, LS Geoinformatik, FSU Jena03. November 2018, 10:30 Uhr

Wie sich der Klimawandel auf unsere Wasserversorgung auswirkt

Dr. Manfred Fink
Institut für Geographie

Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen zahlreiche Komponenten des Wasserkreislaufs und haben damit direkten Einfluss auf die Wasserversorgung in Deutschland. Einhergehend mit dem sozial-ökonomischen Wandel ist es eine Herausforderung, auch in Zukunft eine quantitativ und qualitativ hochwertige Wasserversorgung sicherzustellen. Der Vortrag erläutert zunächst kurz den Prozess und historische Indikatoren des Klimawandels. Zudem wird die Klimamodellierung als Werkzeug zur Darstellung möglicher zukünftiger Entwicklungen vorgestellt. Ausgehend von den beschriebenen klimatischen Änderungen thematisiert der Vortrag schließlich die Auswirkungen auf den natürlichen Wasserkreislauf und die Wirkung auf die zur Wasserversorgung verwendeten Ressourcen. Der regionale Fokus liegt dabei auf Thüringen.

Abbildung: Mittlerer jahreszeitlicher Abfluss zu verschiedenen Jahreszeiten und Gegenwart und verschiedenen Zukunftszeitperioden - Basierend auf dem Klimamodell SRES A1B und dem hydrologischen Modell - J2000g. Nach Krause & Hanisch 2009, LS Geoinformatik, FSU Jena

>> Webseite Dr. Fink


Faszinierende Welt der Lumineszenz. Foto: D. Weiß01. Dezember 2018, 10:30 Uhr

ACHTUNG: Dieser Vortrag findet im Döbereiner-Hörsaal (Am Steiger 3) statt.

Die faszinierende Welt der Lumineszenz - Leuchterscheinungen in Natur und Technik

PD Dr. Dieter Weiß
Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie

Die Fähigkeit Licht zu erzeugen, Licht zu manipulieren und Licht als Werkzeug zu benutzen, hat in den letzten zwanzig Jahren zu wichtigen technologischen Fortschritten geführt. Dabei ist oft in Vergessenheit geraten, dass solche komplexen Technologien meist auf naturwissenschaftlichen Sachverhalten beruhen, die sich an Hand von einfachen Experimenten auch demonstrieren lassen. Im Vortrag werden die Grundlagen der Lumineszenz vorgestellt und die Möglichkeiten der Lichterzeugung durch nachvollziehbare Experimente dargelegt.

Foto: D. Weiß

>> Webseite Dr. Weiß


Blick auf die Ostküste Taiwans am Pazifik, wo seit etwa 5 Millionen Jahren ein vulkanischer Inselbogen in der Nordfortsetzung der Philippinen mit Eurasien zusammenstößt und ozeanische Gesteine an Land presst. Foto: K. Ustaszewski12. Januar 2019, 10:30 Uhr

Wie kommt ein Ozean ins Gebirge? Beispiele aus Forschungsarbeiten am Balkan und auf Taiwan

Prof. Dr. Kamil Ustaszewski
Institut für Geowissenschaften

Eine Besonderheit unseres Planeten ist die deutliche Zweiteilung in kontinentale und ozeanische Bereiche sowie die Plattentektonik, welche das Antlitz der Erde im Rhythmus von Zehner- bis Hundertmillionen Jahren immer wieder erneuert: Treffen ozeanische und kontinentale Kruste aufeinander, taucht im Regelfall die ozeanische, schwerere Kruste unter die kontinentale, leichtere Kruste und bleibt damit weiteren Studien verborgen. Doch in bestimmten Konstellationen können Reste einstiger Ozeane in einem Gebirge erhalten bleiben - für Geowissenschaftler wichtige Archive, die das Entstehen und Vergehen von Ozeanen entschlüsseln helfen. Solcherart Gesteine sind auch ökonomisch relevant, da sie oft zahlreiche mineralische Rohstoffe beherbergen. Der Vortrag vermittelt plattentektonische Grundlagen und gibt Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten am Balkan und auf Taiwan (Foto).

Foto: Blick auf die Ostküste Taiwans am Pazifik, wo seit etwa 5 Millionen Jahren ein vulkanischer Inselbogen in der Nordfortsetzung der Philippinen mit Eurasien zusammenstößt und ozeanische Gesteine an Land presst (K. Ustaszewski)

>> Webseite Prof. Ustaszewski



Der Meersalat besiedelt die Felsen vor Helgoland in der Nordsee und prägt die Landschaft.. Foto: T. Wichard

26. Januar 2019, 10:30

Der Meersalat kommt nur mit den richtigen Bakterien in Form

Dr. Thomas Wichard
Institut f
ür Anorganische und Analytische Chemie

Bakterien und Algen, wie etwa der Meersalat (Foto), kommunizieren miteinander und bilden eine Partnerschaft fürs Leben. Der marine Meersalat bildet eine blattförmige Form aus und vermehrt sich rasant in nährstoffreichen Küstengewässern. Wenn die Alge allerdings ohne Bakterien auskommen muss, entwickelt sie sich nur sehr langsam zu einem unförmigen Zellhaufen. Spezifische Bakterienarten setzen nämlich Signalmoleküle und entwicklungsfördernde Substanzen frei, die die Keimzellen dieser Großalge auf einen Biofilm lotsen und dann ein Startsignal für die Gestaltbildung geben. Die Alge versorgt anschließend die Bakterien mit Nährstoffen. Der Vortrag gibt einen Einblick in das spannende Forschungsfeld der Chemischen Ökologie. Zudem beschreibt er Möglichkeiten der Anwendungen in Aquakulturen und den Nutzen für die menschliche Ernährung.

Foto: Der Meersalat besiedelt die Felsen vor Helgoland in der Nordsee und prägt die Landschaft (T. Wichard)

>> Webseite Dr. Wichard


Fotos von oben: Krause & Hanisch 2009, LS Geoinformatik, FSU Jena; D. Weiß; K. Ustaszewski; T. Wichard