Versuchsfläche

PoToMa

Potenziale des Totholzmanagements
Versuchsfläche
Foto: Klara Mrak

Über das Projekt

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Grafik: Klara Mrak

Der fortschreitende Klimawandel mit zunehmenden Temperaturen, Niederschlagsdefiziten und häufigeren Witterungsextremen führt auch in Deutschland zu großflächigem Baumsterben. Diese Stressfaktoren schwächen die Vitalität der Waldbestände und fördern insbesondere in jungen Fichtenreinbeständen massenhafte Borkenkäferbefälle, was zu weitläufigen Kalamitätsflächen führt. Die gängige Praxis der Beräumung dieser Flächen verursacht erhebliche Nährstoff- und Humusverluste und kann die natürliche Wiederbewaldung behindern. Zugleich steigen gesellschaftliche und politische Ansprüche an die Ökosystemleistungen der Wälder. Vor diesem Hintergrund vergleicht das PoToMa-Projekt unterschiedliche Strategien zum Umgang mit Totholz in Wirtschaftswäldern mittlerer Höhenlagen.

Im Fokus steht die Frage, ob die Belassung von liegendem und stehendem Totholz günstige Mikrostandorte für die Samenkeimung sowie die Etablierung von Pionier- und Zielbaumarten schafft und wie sich Totholz auf die Nährstoffdynamik und -exporte im Ökosystem auswirkt. Ziel des Projekts ist es zu beurteilen, ob die Belassung von Totholz - im Vergleich zu konventionellen Beräumungspraktiken - eine ausreichende Naturverjüngung fördert und gleichzeitig ökologische und ökonomische Leistungen bereitstellt, sodass langfristig klimatolerante und wirtschaftlich tragfähige Waldbestände entstehen können.

Förderprogramm „Nachhaltige erneuerbare Ressourcen“ (FPNR)Externer Link der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)Externer Link.

Beginn der Saison 2026

  • 1. Tagung der Wald Allianz

    Externer Link

    27. und 28 April: Teil des PoToMa-Teams war beim 1. Tagung der Wald Allianz in Meiningen dabei - im Austausch mit vielen zentralen Stakeholdern zu ökosystemnaher Wiederbewaldung und Waldentwicklung.

    1. Tagung der Wald Allianz
    Foto: Klara Mrak
  • Aktivierung der Bodensamenbank

    Katharina Tiebel (TU Dresden) hat im März 2026 einen Versuch zur gesteuerten Aktivierung der Bodensamenbank als waldbauliche Verjüngungsoption angelegt. Dabei werden unterschiedliche Intensitäten der Bodenverwundung erprobt, um deren Einfluss auf die Aktivierung der standortsspezifischen Samenbank sowie auf die Etablierung von Baumarten und Begleitvegetation zu untersuchen.

    Aktivierungsexperiment
    Foto: Katharina Tiebel
  • Stamm-Versuch

    Ein Versuch mit Stämmen in verschiedenen Zersetzungsstadien wurde im März 2026 von Fabian Löber und Markus Bernhardt-Römermann (Vegetationsökologie, FSU Jena) eingerichtet. Um die Stämme wurden Samen verschiedener Regenerationsbaumarten ausgebracht, die durch Veränderung der abiotischen Bedingungen und Ressourcenverteilung unterschiedlich auf die Setzlingsentwicklung einwirken sollen.

    Stammversuch
    Foto: Fabian Löber
  • Bodenbeprobung

    Team des Teilprojekts Bodenkunde nach einer erfolgreichen Bodenbeprobungskampagne. Von links nach rechts: Tom Spinke, Dorothea Peter, Alex Borrmann, Annika Weigel, Moritz Stammberger. Es fehlen auf dem Bild: Klara Mrak, Johannes Baumeister, Beate Michalzik.

    Team des Teilprojekts Bodenkunde der FSU Jena
    Foto: Klara Mrak
  • Einbau der Bodensensorik

    Anfang April 2026 erschwerte Schnee die Installation der Bodenfeuchtesensoren, da selbst der Boden im intakten Fichtenbestand noch von einer deutlichen Schneedecke bedeckt war. Von links nach rechts: M.Sc.-Studenten Moritz Stammberger und Alex Borrmann.

    Installation der Sensorik in dem intakten Fichtenbestand
    Foto: Klara Mrak
  • Schnee im April

    Ein Teil des PoToMa-Teams wurde Anfang April 2026 während der letzten Totholzmanipulationen und der Ausstattung der Versuchsflächen mit Sensoren vom Schnee überrascht. Von links nach rechts: Fabian Löber, Alex Borrmann, Franz Lippold, Sascha Spaleck, Dorothea Peter.

    Schnee im April
    Foto: Klara Mrak

Externe Links zu den Fördereinrichtungen und Kooperationspartnern