1. Tagung der Wald Allianz
Externer Link27. und 28 April: Teil des PoToMa-Teams war beim 1. Tagung der Wald Allianz in Meiningen dabei - im Austausch mit vielen zentralen Stakeholdern zu ökosystemnaher Wiederbewaldung und Waldentwicklung.
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Grafik: Klara MrakDer fortschreitende Klimawandel mit zunehmenden Temperaturen, Niederschlagsdefiziten und häufigeren Witterungsextremen führt auch in Deutschland zu großflächigem Baumsterben. Diese Stressfaktoren schwächen die Vitalität der Waldbestände und fördern insbesondere in jungen Fichtenreinbeständen massenhafte Borkenkäferbefälle, was zu weitläufigen Kalamitätsflächen führt. Die gängige Praxis der Beräumung dieser Flächen verursacht erhebliche Nährstoff- und Humusverluste und kann die natürliche Wiederbewaldung behindern. Zugleich steigen gesellschaftliche und politische Ansprüche an die Ökosystemleistungen der Wälder. Vor diesem Hintergrund vergleicht das PoToMa-Projekt unterschiedliche Strategien zum Umgang mit Totholz in Wirtschaftswäldern mittlerer Höhenlagen.
Im Fokus steht die Frage, ob die Belassung von liegendem und stehendem Totholz günstige Mikrostandorte für die Samenkeimung sowie die Etablierung von Pionier- und Zielbaumarten schafft und wie sich Totholz auf die Nährstoffdynamik und -exporte im Ökosystem auswirkt. Ziel des Projekts ist es zu beurteilen, ob die Belassung von Totholz - im Vergleich zu konventionellen Beräumungspraktiken - eine ausreichende Naturverjüngung fördert und gleichzeitig ökologische und ökonomische Leistungen bereitstellt, sodass langfristig klimatolerante und wirtschaftlich tragfähige Waldbestände entstehen können.
Förderprogramm „Nachhaltige erneuerbare Ressourcen“ (FPNR)Externer Link der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)Externer Link.
Arbeiten im Frühjahr 2026 umfassten Modifikationen der Totholzmanipulationen, Bodenprobenentnahme, Rücknahme von Litterbags sowie Installation von Sensoren.
Foto: Fabian Löber
Die flächenweise Behandlungen "Beräumte Fläche" und „Liegendes Totholz“ (im Hintergrund) wurden mit einem Harvester hergestellt.
Foto: Klara Mrak
Landschaft, beeinflusst durch das Schadgeschehen der vergangenen Jahre (Dürre und Borkenkäferbefall); Beispiel aus Thüringen.
Foto: Alexander Tischer
Hochstube auf der Versuchsfläche „Stehendes Totholz“.
Foto: Klara Mrak
Klara Mrak und Dorothea Peter (Bodenkunde, FSU Jena) bei der Humuskartierung.
Foto: Sascha Spaleck
Intakter Fichtenbestand
Foto: Klara Mrak
Die Fichten auf den Flächen „Intakte Fichte“ bilden einen relativ geschlossenen Kronenschluss.
Foto: Klara Mrak
Die flächenweise Behandlung „Liegendes Totholz“ wurde mit einem Harvester hergestellt.
Foto: Klara Mrak
Litterbags werden von Annika Weigel (M.Sc.-Studierende) zurückgeholt, um die Aktivität der Bodenfauna und deren Einfluss auf die Zersetzung zu untersuchen.
Foto: Klara Mrak
M.Sc. Studierende Aina Vorberger und Annika Weigel (FSU Jena) auf der Fläche "Stehendes Totholz"
Foto: Klara Mrak
M.Sc.-Studierende Johannes Baumeister und Alex Borrmann bei der Einbau der Bodensensorik in März 2026.
Foto: Klara Mrak
Organische Auflage auf der Fläche Stehendes Totholz
Foto: Klara Mrak